Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Di, 17.05.2011 12:31

Fast 9 Prozent weniger CO2-Emissionen im Jahr 2009 im Südwesten

Die energieverbrauchsbedingten CO2-Emissionen in Baden-Württemberg haben im Krisenjahr 2009 um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Mit 66,2 Millionen Tonnen (t) wurde die niedrigste Emissionsfracht seit Beginn vergleichbarer Berechnungen im Jahr 1975 erreicht. Gegenüber dem Referenzjahr 1990 errechnet sich eine Minderung von 11 Prozent. Bezogen auf die Bevölkerungszahl im Land sanken die jährlichen Emissionen auf 6,2 t je Einwohner gegenüber 7,6 t /E im Jahr 1990 (minus18 Prozent). Dies ermittelte das Statistische Landesamt.


Dieser außerordentlich starke Rückgang der CO2-Emissionen erklärt sich zu einem erheblichen Teil durch die tief greifende Wirtschaftskrise im Jahr 2009, die im Land einen gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) besonders kräftigen Rückgang der Wirtschaftsleistung bewirkte. Allerdings fiel die Abnahme der Emissionen deutlich stärker aus als die beim BIP (minus 7,1 Prozent). Noch größer war der Abstand zur Entwicklung des Primärenergieverbrauchs, der mit minus 4,9 Prozent im Vergleich zum BIP nur unterproportional zurückgegangen war.

Der Hauptgrund für die weit überproportionale Abnahme der CO2-Emissionen liegt in der deutlichen Verschiebung beim Energiemix durch einen verstärkten Einsatz CO2-neutraler oder weniger CO2-intensiver Energieträger. Neben einer Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien war 2009 auch der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung spürbar angestiegen. Daraus erklärt sich auch, dass die CO2-Emissionen der Wärmekraftwerke und Heizwerke für die allgemeine Versorgung weit überdurchschnittlich abgenommen haben (minus 14,1 Prozent). Ihr Anteil an den Emissionen sank dadurch auf nur noch gut ein Viertel. Auch die Emissionen aus industriellen Feuerungen und die der privaten Haushalte zusammen mit dem Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen gingen mit minus 10,4 Prozent bzw. minus 10,9 Prozent überdurchschnittlich zurück. Lediglich beim Straßenverkehr blieben die CO2-Emissionen trotz einer spürbaren Abnahme der Jahresfahrleistungen im Güterverkehr auf fast unverändertem Niveau (minus 0,7 Prozent). Damit stieg der Anteil des Straßenverkehrs auf jetzt fast 30 Prozent der CO2-Emissionen im Land. Der Rückgang beim sonstigen Verkehr (minus 8,1 Prozent) geht hauptsächlich auf den Einbruch beim Flugverkehr zurück.

(Redaktion)