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Wirtschaft | Do, 07.02.2013 12:23

Fast jeder dritte geringfügig Beschäftigte sucht umfangreichere Tätigkeit

Im Jahr 2010 waren rund fünf Millionen Personen ausschließlich geringfügig beschäftigt. Davon waren insgesamt 27 Prozent auf der Suche nach einer umfangreicheren Tätigkeit, haben aber keine passende finden können. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis einer in Zusammenarbeit mit dem Bereich Statistik der Bundesagentur für Arbeit erstellten Studie mit.


Weitere 25 Prozent der Personen würden gerne mehr arbeiten, konnten den Wunsch nach einer umfangreicheren Tätigkeit jedoch aufgrund der persönlichen Situation nicht verwirklichen. Knapp die Hälfte der geringfügig Beschäftigten gab an, mit dem Umfang der Tätigkeit zufrieden zu sein.

Von allen ausschließlich geringfügig Beschäftigten waren rund 35 Prozent Hausfrauen und Hausmänner, jeweils ein Fünftel waren Menschen im Ruhestand sowie Schülerinnen, Schüler oder Studierende (20 Prozent). Elf Prozent waren Arbeitslose. In der Gruppe der Hausfrauen und -männer lag der Frauenanteil bei 97 Prozent. Bei den übrigen Gruppen war der Anteil von Frauen und Männern dagegen ausgewogen. Insgesamt waren zwei Drittel der ausschließlich geringfügig Beschäftigten weiblich.

Der Wunsch nach Mehrarbeit unterschied sich sehr deutlich zwischen den verschiedenen Personengruppen. Sechs Prozent der Beschäftigten, die eigentlich bereits im Ruhestand waren, würden gerne mehr arbeiten. Sie haben bisher aber keine umfangreichere Tätigkeit gefunden. Bei Schülern und Studierenden belief sich der Anteil auf 15 Prozent. Dagegen suchten 30 Prozent der Hausfrauen und -männer eine umfangreichere Tätigkeit. Von den geringfügig Beschäftigten, die gleichzeitig arbeitslos gemeldet waren, gab mit 73 Prozent erwartungsgemäß ein hoher Anteil an, mehr arbeiten zu wollen, aber keine passende Tätigkeit gefunden zu haben.

Ein Viertel aller geringfügig Beschäftigten wollte zwar mehr arbeiten, konnte dies aber aufgrund der persönlichen Situation nicht. Dies betraf 34 Prozent der Schüler und Studierenden, 28 Prozent der Hausfrauen und -männer, 20 Prozent der Arbeitslosen und 11 Prozent der Personen im Ruhestand. Wichtigste Gründe dafür, die Arbeitszeit nicht zu erhöhen, waren bei den Hausfrauen und -männern in erster Linie familiäre Verpflichtungen und Kinderbetreuung. Bei den Schülern und Studierenden waren es die laufende Ausbildung, sowie der Wunsch, Zeit für andere Dinge zu haben.

(Redaktion)