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| Mi, 18.08.2010 10:17

Fonds der Chemischen Industrie fördert Forschung und Lehre an der Hochschule Mannheim

Der Fonds der Chemischen Industrie fördert die Hochschule Mannheim mit 25.000 Euro. „Wir unterstützen mit Überzeugung die Hochschulausbildung: Das stärkt die Wissenschaft und den Nachwuchs. Davon profitiert auch der Chemie-Standort Baden-Württemberg“, so Dr. Winfried Golla, Geschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI) bei der Scheckübergabe. Der Masterstudiengang Chemieingenieurwesen an der Hochschule Mannheim wird mit der Förderung einen Versuchsstand zu Mikroreaktoren realisieren können.

25.000 Euro für das Chemieingenieurwesen: Innovative Mikroreaktoren können gebaut werden. (Foto: Reichert/Chemie-Verbände BW)

25.000 Euro für das Chemieingenieurwesen: Innovative Mikroreaktoren können gebaut werden. (Foto: Reichert/Chemie-Verbände BW)


Mikroreaktoren sind aus wirtschaftlichen und Umweltgesichtspunkten ein sehr interessantes Forschungsobjekt. Zahlreiche Reaktionen laufen in diesen kleinen und kleinsten Reaktionsröhren mit einem Durchmesser von 10 bis 1000 Mikrometern einfacher, schneller und mit weniger Ressourcenaufwand ab, so Professor Dr. Thorsten Röder. Röder hatte den Förderantrag gestellt und bildet zukünftig Studenten in dieser zukunftsweisenden Technik an den geförderten Geräten aus. Er nahm gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Diewald, Prorektor für Lehre, und Prof. Dr. Harald Hoffmann, Dekan der Fakultät für Verfahrens- u. Chemietechnik an der Hochschule Mannheim, den Förderscheck von Dr. Golla entgegen.

Die Förderung war durch die Richtlinien des Fonds der Chemischen Industrie möglich geworden, weil die Hochschule zahlreiche Vorarbeiten und Eigenleistungen erbracht hatte. Förderungsvoraussetzung war außerdem, dass das Projekt innovativen Charakter hat. Mit den geförderten Geräten ist auch eine anwendungsnahe Forschung gemeinsam mit Partnern aus Unternehmen möglich.

Der Fonds der Chemischen Industrie ist das Förderwerk der Branche. Er unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs, den Chemieunterricht an Schulen und die Grundlagenforschung. Der Fonds führt eine Vielzahl sich ergänzender und aufeinander abgestimmter Fördermaßnahmen durch. Im Bereich Hochschulförderung vergibt er Forschungsmittel für Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Studierende, Doktoranden, Habilitanden und herausragende Nachwuchsdozenten können entsprechende Stipendien beantragen.

Im Rahmen des Projektes „Schulpartnerschaft Chemie“ fördert der Fonds den experimentellen Unterricht an Schulen mit einem ganzen Bündel unterschiedlicher Maßnahmen. Dabei werden beispielsweise für die Förderung des Schulunterrichts in den kommenden drei Jahren 6,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese Mittel können beispielsweise als Zuschüsse für die Anschaffung von Geräten im Chemiebereich oder zum Kauf von Materialien für Versuche beantragt werden.

Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren und Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch.

(Redaktion/Chemie BW)