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Wirtschaft | Do, 24.03.2011 08:09

Frauen kaufen häufiger online als Männer

Frauen dominieren zum dritten Mal in Folge den europäischen Online-Warenhandel. Das hat der kürzlich erschienene E-Retail-Report 2010 der Deutschen Card Services ermittelt.


Etwa sechs von zehn Kaufvorgängen bei europäischen Online-Warenanbietern gehen aufs weibliche Konto. Dafür geben Männer, so die Studie der Deutsche-Bank-Tochter, mehr Geld bei jeder Transaktion aus. Mit Waren im Wert von exakt 93,12 Euro ist im Durchschnitt ihr Einkaufskorb an der Online-Kasse gefüllt. Das sind 24,47 Euro mehr als bei „Eva Mustermann“.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es auch beim Zahlverhalten. Laut E-Retail-Report 2010 baute die Kreditkarte ihre Dominanz als beliebteste männliche Zahlart im europäischen Online-Warenhandel um drei Prozentpunkte aus. Auch bei den Frauen gewinnt die Kartenzahlung an Bedeutung. Hier werden jedoch nach wie vor überdurchschnittlich häufig neben den dominierenden Marken Visa und MasterCard auch Kundenkarten mit Zahlungsfunktion genutzt. „Sie bieten oft Incentives, beispielsweise in Form von Sachprämien bei Erreichen einer bestimmten Kaufsumme. Frauen scheinen dafür offener zu sein.“, erklärt Jens Mahlke, Geschäftsführer der Deutschen Card Services.

Aber wo viel Licht, da auch viel Schatten: Männer realisieren im E-Retail zwar höhere Warenkorbwertsummen, erzielen hier aber auch höhere Zahlungsausfallquoten. Die Chargeback-Quote, also der Anteil zurück gebuchter Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers, liegt bei Männern bei durchschnittlich 0,0926%. Bei Frauen beträgt sie lediglich ein Drittel davon. Nur bei Waren über 500 Euro zeigt sich bei „Ihr“ eine mehr als doppelt so hohe Ausfallquote wie bei „Ihm“. Zu diesem Preisbereich zählen Luxusgüter wie Designerkleidung oder wertvoller Schmuck.

Der E-Retail-Report, der das Kauf- und Zahlverhalten sowie das Zahlungsausfallrisiko im Online-Warenhandel erfasst, erscheint zum vierten Mal in Folge. Anders als übrige Analysen basiert die Auswertung der Deutsche-Bank-Tochter auf realen Kaufvorgängen und damit nicht auf Umfragen. Datengrundlage bilden rund acht Millionen ausgewählte Transaktionen, die über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden. Alle ausgewerteten Daten sind vollkommen anonymisiert und erfüllen sämtliche datenschutzrechtliche Anforderungen. Die Studie ist ab sofort im Online-Shop der Deutschen Card Services erhältlich.

(Redaktion/DeuCS)