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Wirtschaft | Do, 04.10.2012 10:24

Frauen verdienen in Führungspositionen 30 Prozent weniger als Männer

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von weiblichen Führungskräften war im Jahr 2010 in Deutschland mit 27,64 Euro um 30 Prozent niedriger als der von männlichen Führungskräften (39,50 Euro). Ähnlich hohe Verdienstunterschiede gab es bei Technikern (30 Prozent) und akademischen Berufen (28 Prozent). Mit 25 Prozent war der so genannte Gender Pay Gap bei Handwerkern ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Die geringste Differenz gab es mit 4 Prozent zwischen weiblichen und männlichen Bürokräften. Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Verdienststrukturerhebung 2010.


Insgesamt hat sich der Verdienstunterschied verglichen mit der letzten Erhebung 2006 um knapp einen Prozentpunkt auf 22 Prozent leicht verringert. Anders als die jährlichen Fortschätzungen erlaubt die alle vier Jahre durchgeführte Verdienststrukturerhebung eine detaillierte Auswertung des Gender Pay Gap nicht nur nach dem Beruf, sondern auch nach anderen statistischen Merkmalen der Beschäftigten. So nahm mit steigendem Alter der Beschäftigten der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern zu. Für 24-Jährige und Jüngere betrug er nur 2 Prozent. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen waren es 11 Prozent, während er bei den 35- bis 44-Jährigen bereits bei 24 Prozent lag. Bei den 55- bis 64-Jährigen war er mit 28 Prozent am größten.

Auch mit dem Bildungsniveau stieg der Gender Pay Gap. Er lag bei niedrigen Abschlüssen (zum Beispiel Haupt- oder Realschule) bei 11 Prozent. Bei mittlerer Bildung (zum Beispiel Gymnasium) betrug der Verdienstabstand 19 Prozent. Bei höheren Abschlüssen (zum Beispiel Hochschulstudium) lag der Verdienst von Frauen hingegen um 27 Prozent unter dem von Männern.

(Redaktion)