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| Do, 31.12.2009 09:37

Freiburg gewinnt Kampagne für klimafreundliche Mobilität

Berlin, Braunschweig, Freiburg im Breisgau, Herzogenaurach und Kiel sind die Sieger im bundesweiten Wettbewerb für Klimaschutz zu Fuß und per Rad. Im kommenden Jahr bekommen diese fünf Städte aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative die Image-Kampagne "Kopf an: Motor aus" finanziert.

Judith Holofernes, Sängerin der Gruppe "Wir sind Helden", engagiert sich für die Klimaschutz-Kampagne "Kopf an: Motor aus" (© fairkehr / Marcus Gloger)

Judith Holofernes, Sängerin der Gruppe "Wir sind Helden", engagiert sich für die Klimaschutz-Kampagne "Kopf an: Motor aus" (© fairkehr / Marcus Gloger)


Insgesamt 55 Städte bewarben sich beim Bundesumweltministerium um den Zuschlag der Kampagne in 2010, bei der die Menschen dazu motiviert werden sollen, auf Kurzstrecken das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. 50 Prozent aller Autofahrten liegen unter sechs Kilometern und gelten wegen des überproportional hohen CO2-Ausstoßes als besonders klimafeindlich.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Es wurden viele gute Konzepte eingereicht. Dafür bedanken wir uns auch im Namen des Bundesumweltministeriums bei allen 55 Städten", so Michael Adler, Geschäftsführer der fairkehr GmbH, einer der führenden Projektagenturen. Bis in die letzte Runde schafften es neben den Gewinnerstädten auch Bremen, Coesfeld, Göttingen, Jena, Kirchheim unter Teck, Ludwigsburg, Münster, Norderstedt, Potsdam und Unna.

Ab Frühjahr 2010 wirbt das Bundesumweltministerium etwa ein halbes Jahr mit dem Slogan „Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken." auf unkonventionelle Weise für den Klimaschutz per Fuß und Rad. Es werden Großflächenplakate, Anzeigen, Kino- und Hörfunkspots sowie regelmäßige Motivationsaktionen auf die Kampagne aufmerksam machen. Broschüren und die Website www.kopf-an.de informieren über lokale Hintergründe und geben Tipps zur Überwindung des „inneren Schweinehundes".

Dieses Jahr wurde die Kampagne bereits in den vier Modellstädten Bamberg, Dortmund, Halle (Saale) und Karlsruhe mit Erfolg umgesetzt. Umfragen zufolge nahmen fast alle Befragten die Klimaschutzinitiative äußerst positiv auf. Ein Großteil gab an, die Kampagne sei richtig und leiste einen wertvollen Beitrag für die Umwelt. Viele wurden demnach auch zum „Umsteigen" angeregt und haben vor, künftig weniger mit dem Auto zu fahren.

(BMU)