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Vermischtes | Di, 26.10.2010 09:16

Freiburg ist „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“

Die Stadt Freiburg im Breisgau hat in diesem Jahr erstmals den Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) für sich entschieden. In der Teilnehmerklasse bis 100.000 Einwohner konnte die Stadt Esslingen a.N. den Wettbewerb für sich entscheiden. Der aktuelle Wettstreit bewertet nach einem Punktesystem die Leistungen deutscher Kommunen im Klimaschutz. Die Breisgaumetropole behauptete sich im Gesamtklassement knapp vor Frankfurt a. M. und Heidelberg.

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister von Freiburg (3. v.l.) und Gerda Stuchlik, Bürgermeisterin von Freiburg, nahmen die Auszeichnung entgegen. (© DUH/ Christine Kisorsy)

Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister von Freiburg (3. v.l.) und Gerda Stuchlik, Bürgermeisterin von Freiburg, nahmen die Auszeichnung entgegen. (© DUH/ Christine Kisorsy)


Im Rahmen einer Feierstunde in Berlin betonte der Klimaforscher und Schirmherr des Wettbewerbs Prof. Dr. Mojib Latif die Bedeutung der Kommunen für den Klimaschutz: „Gerade in Anbetracht des enttäuschenden Verlaufs der Kopenhagener Weltklimakonferenz Ende 2009 kann die zukünftige Rolle der Kommunen nicht hoch genug eingeschätzt werden. Viele Kommunen investieren bereits heute in wirksame Klimaschutzmaßnahmen und geben damit die Richtung vor. Für ihre Bürgerinnen und Bürger und für die große Politik.“

Unter den insgesamt 73 Kommunen, die sich um den Titel „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ bewarben, hat Freiburg in der Gesamtschau aller Handlungsfelder, die für den kommunalen Klimaschutz relevant sind, die Nase vorn. Besonders stechen jedoch Freiburgs Bemühungen hervor, Klimaschutz in der Siedlungsplanung zu verankern.

Die neue „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ kann sich nicht nur über den Titel, sondern auch über eine neue Solarstromanlage mit einer Leistung von 30 Kilowatt freuen. Diese Anlage wird von dem Solarmodul-Hersteller First Solar gestiftet und auf dem Dach eines Gebäudes der Stadt Freiburg installiert.

"Ich freue mich, dass Freiburg mit unserer Anlage noch mehr von der ertragreichen Sonne über der Stadt einfangen kann und die Erlöse wiederum dem Klimaschutz vor Ort zu Gute kommen“, erklärte David Wortmann, Leiter des Hauptstadtbüros von First Solar, bei der Übergabe des Preises.

Das Bundesland Baden-Württemberg dominierte den Wettbewerb in der Teilnehmerklasse bis 100.000 Einwohner. Hier siegte die Stadt Esslingen vor dem benachbarten Ludwigsburg. Den dritten Platz belegen gemeinsam Ganderkesee aus Niedersachsen und Norderstedt als Vertreter Schleswig-Holsteins.

„Gerade die Mittelstädte können im Verbund mit ihren Stadtwerken den Klimaschutz zum wesentlichen Baustein der weiteren Stadtentwicklung machen. Wie der Wettbewerb zeigt, werden die Möglichkeiten in diesen Städten mittlerweile erkannt und ergriffen.“, kommentierte Thomas Pyhel, stellvertretender Leiter der Abteilung Umweltkommunikation der DBU.

Sonderpreise für zukunftsweisende kommunale Green-IT-Projekte konnten die Städte Leipzig und Hannover sowie Nordhausen in Thüringen gewinnen. Leipzig hat beim Bau eines neuen Rechenzentrums die Energieeffizienz zum zentralen Kriterium der Umsetzung gemacht. Hannover nimmt sich des Themas besonders an den Schulen an und demonstriert vorbildlich, wie sich sinnvolle technische Lösungen in Abstimmung mit Lehrerkollegien umsetzen lassen. Nordhausen zeichnet sich durch ein sehr durchdachtes Konzept bei der Umstellung eines Rechenzentrums aus, das aufgrund der schrittweisen Umsetzung zum Vorbild für andere Kommunen werden kann.

(Redaktion)