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Vermischtes | Do, 31.01.2013 10:44

Gefahr für Unternehmen durch Schadsoftware im Internet wächst

Für deutsche Sicherheitsexperten sind infizierte Webseiten ein großes Thema. Die Gefahr durch Schadsoftware im Web sehen aktuell 85 Prozent als wichtiges oder sehr wichtiges Sicherheitsthema an. Damit wird die Bedrohung durch absichtliche Datei-Downloads oder Infektionen beim Besuch verseuchter Webseiten als genauso wichtig angesehen wie die Sicherheit mobiler Endgeräte. Das zeigt die Umfrage „Internet-Sicherheit 2013“ ergeben. Diese wurde durch die Kompetenzgruppe Sicherheit des eco –Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. unter 245 Sicherheitsexperten in deutschen Unternehmen durchgeführt.


„Gerade für den Mittelstand, aus dem ein Großteil der Umfrageteilnehmer kommt, sind Bedrohungen durch Schadprogramme aus dem Internet ein ernstzunehmendes Problem“, erläutert Dr. Kurt Brand, Leiter der eco Kompetenzgruppe Sicherheit und Geschäftsführer der Pallas GmbH. „Die Bedrohung ist dabei ein zweischneidiges Schwert: Nicht nur können Unternehmensrechner auf fremden Webseiten infiziert werden – auch die eigene Webseite kann zur Malware-Schleuder werden, wenn dort unbemerkt Schadprogramme eingeschleust wurden.“ Über 80 Prozent aller Webseiten, die Schadprogramme verteilen, sind nach aktuellen Schätzungen seriöse Unternehmensseiten, die gehackt wurden.

92 Prozent der Sicherheitsexperten rechnen weiterhin mit wachsenden Bedrohungen im Bereich der Internet-Sicherheit (im Vorjahr: 90 Prozent). Nur ein Prozent der Befragten geht entsprechend von sinkenden Sicherheitsausgaben aus. Wie ernst das Thema in den Unternehmen genommen wird, zeigt sich auch in der steigenden Bedeutung von Notfallplänen: Nach Datenschutz (94 Prozent) und Mitarbeitersensibilisierung (90 Prozent) halten 85 Prozent die Vorsorge für Notfälle für ein wichtiges Thema bei der Organisation von Sicherheit. Konzeption und Compliance rückt damit im Vergleich zum Vorjahr auf Platz vier.

Auch sind nur noch 54 Prozent der Befragten der Meinung, dass Spam gut genug erkannt wird. 46 Prozent finden, dass hier wieder Verbesserungsbedarf besteht. Der Spam ist professioneller geworden und hat dabei im Gesamtvolumen aber deutlich abgenommen. Dadurch wird nicht erkannter Spam ein größeres Ärgernis als früher.

(Redaktion)