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Wirtschaft | Mi, 15.09.2010 12:45

Gemeinden in Baden-Württemberg verzeichnen erneut Einbußen bei der Gewerbesteuer

Die Steuereinnahmen der Gemeinden in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2010 sanken nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gegenüber dem Vorjahreszeitraum netto (nach Abzug der an das Land und den Bund abzuführenden Gewerbesteuerumlage) um 11,9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.


Von den Steuereinnahmen entfielen 1,1 Mrd. Euro auf den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Er hat damit um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahrjahr zugenommen. Für die 1998 abgeschaffte Gewerbekapitalsteuer erhalten die Kommunen einen Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer. Das Aufkommen an dieser Steuer belief sich auf 0,2 Mrd. Euro (– 2,5 Prozent).

An Gewerbesteuer (brutto) wurden 2,2 Mrd. Euro eingenommen, ein Minus zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 24,2 Prozent. Netto, also nach Abzug der Gewerbesteuerumlage, verblieben den Gemeinden 2,0 Mrd. Euro. Dies bedeutet gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 einen Rückgang um 23,9 Prozent. Während bei den Stadtkreisen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) um 38,8 Prozent auf 0,6 Mrd. Euro zurückgingen, war bei den kreisangehörigen Gemeinden ein Rückgang um 15,3 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zu verzeichnen. Die Grundsteuern A und B erbrachten im ersten Halbjahr 2010 zusammen 0,8 Mrd. Euro (+ 2,6 Prozent). Die sonstigen Gemeindesteuern - dazu zählen u.a. die Vergnügungsteuer, die Hundesteuer, die Zweitwohnungsteuer - lagen bei 80 Millionen Euro (+ 13,2 Prozent).

(Redaktion/Stat. LA)