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Wirtschaft | Di, 10.07.2012 08:51

Geringeres Wachstum bei Online-Stellenangeboten in Deutschland

Der Monster Employment Index Deutschland liegt im Juni 2012 bei 182 Punkten. Verglichen mit dem Jahreszuwachs im Mai ist das Wachstum der Online-Personalnachfrage im Juni leicht rückläufig. Es liegt bei einem Plus von elf Prozent verglichen mit Juni 2011. Trotzdem führt Deutschland auch in diesem Monat den Index im europäischen Vergleich an.


Ein Vergleich mit dem Vormonat Mai zeigt, dass das Rechnungs- und Steuerwesen den größten Rückgang in der Online-Personalnachfrage verzeichnet, mit einem Minus von zehn Prozent. Der Öffentliche Dienst führt mit einem Plus von sechs Prozent den Index an. Wie im Mai verzeichnen auch im Juni die meisten Berufsgruppen eine rückläufige Wachstumsrate, das größte Minus müssen Leitende Verwaltungsbedienstete und Führungskräfte in der Privatwirtschaft hinnehmen. Unter den Bundesländern liegt Hessen mit einem Zuwachs von vier Prozent in der Online-Personalnachfrage auf dem ersten Platz im Index.

„Die Nachfrage nach Personal steigt in Deutschland auch weiterhin, besonders im Vergleich zur Entwicklung anderer europäischer Länder im Index. Nichtsdestotrotz ist der Jahreszuwachs im Juni rückläufig, verglichen mit dem Wachstum im Mai. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die Schwierigkeiten in der Eurozone langsam auch auf Deutschland auswirken“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster. „Der Wettbewerb um gesuchte Fachkräfte besteht jedoch weiterhin. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzt.“

16 der 20 im Index berücksichtigten Sektoren sehen im Juni einen Anstieg in der Online-Personalnachfrage. Kreditinstitute und Versicherungen (um 28 Prozent gestiegen) ist der am schnellsten wachsende Sektor im Vorjahresvergleich mit einer verstärkten Nachfrage nach Technikern. Der Freizeitsektor (um 26 Prozent gestiegen) liegt den dritten Monat in Folge auf Platz zwei. Vier Sektoren zeigen einen leichten Rückgang der Online-Stellenangebote im Juni: Forschung und Entwicklung; Vertrieb; Baugewerbe sowie Verwaltung und Organisation (um je ein Prozent gesunken).

Acht der neun Berufsgruppen im Index verzeichnen einen jährlichen Zuwachs im Juni. Anlagen- und Maschinenbediener (um 28 Prozent gestiegen) ist weiterhin die am schnellsten wachsende Berufsgruppe verglichen mit dem Vorjahr und belegt zum sechsten Mal in Folge den Spitzenplatz im Index. Die Gruppe der Techniker (um 12 Prozent gestiegen) verzeichnet das zweitstärkste Wachstum, bedingt durch die Personalnachfrage im Sektor Kreditinstitute und Versicherungen sowie im Ingenieurwesen. Führungskräfte (um ein Prozent gesunken) sind die einzige Berufsgruppe, die einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahresniveau verzeichnet. Dies ist auf die gesunkene Personalnachfrage im Management- und Beratungssektor zurückzuführen.

Sämtliche 16 Bundesländer verzeichnen im Juni ein Wachstumsplus in der Online-Personalnachfrage. Baden-Württemberg (um 26 Prozent gestiegen) zeigt das größte Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, mit mehr Online-Stellenangeboten in den Sektoren Kreditinstitute und Versicherungen, Ingenieurwesen und Management und Beratung. Berlin (um 22 Prozent gestiegen) verzeichnet ebenfalls ein starkes Wachstum und nimmt Platz zwei im Index ein. Thüringen (um zwei Prozent gestiegen) ist das schwächste Bundesland.

Der Monster Employment Index Europa zeigt im Juni ein Prozent Jahreswachstum, ein deutlicher Rückgang zu den sechs Prozent Wachstum im Vormonat. Deutschland verzeichnet weiterhin das stärkste Jahresplus unter den europäischen Ländern im Index. Italien verbucht ein Jahreswachstum von zwei Prozent und fällt damit auf das Niveau von Februar zurück. Großbritannien erreicht die Wachstumsrate des vergangenen Jahres. Die Niederlande, Frankreich, Belgien und Schweden vermelden eine rückläufige Online-Personalnachfrage im Vergleich zum Vorjahr. Umwelt, Architektur und Städtebau (um 17 Prozent gestiegen) verzeichnet den zweiten Monat in Folge das größte Jahreswachstum im Branchenvergleich, während die Stellenangebote im Ingenieurwesen mit sechs Prozent stabil bleiben. Der Freizeitsektor und der Öffentliche Dienst nehmen die untersten Plätze im Index ein.

Der Monster Employment Index Europa ist eine monatliche Auswertung der Personalnachfrage basierend auf einer Echtzeit-Analyse mehrerer Millionen Online-Stellenangebote auf Unternehmenswebseiten und in Online-Stellenbörsen verschiedener europäischer Länder, darunter auch monster.de. Der Index spiegelt nicht den Trend einer bestimmten Quelle wider, sondern ist eine Zusammenfassung der branchenübergreifenden Entwicklung von Online-Stellenangeboten.

(Redaktion)