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Wirtschaft | Do, 05.09.2013 08:13

Geschäftsklima im Mittelstand steigt weiter an

Im August gewinnt der positive Trend beim mittelständischen Geschäftsklima deutlich an Fahrt. Die Stimmung unter kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland steigt zum vierten Mal in Folge. Mit einem Plus von 3,0 Zählern auf nun 15,0 Saldenpunkte fällt die Verbesserung überdurchschnittlich hoch aus. Das ist das Ergebnis des aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometers.


Auch von den Großunternehmen kommen im August gute Nachrichten. Mit einem Zuwachs von 2,8 Zählern auf 11,0 Saldenpunkte halten die großen Unternehmen bei der Klimaverbesserung mit den kleinen und mittleren Unternehmen annähernd Schritt.

Für die international aufgestellten Großunternehmen - in den vergangenen zwei Jahren durchgängig schlechter gestimmt als der Mittelstand - ist es das höchste Klimaniveau seit dem Mai 2012. Ihr Erwartungsindikator erreicht im August sogar ein 25-Monats-Hoch. Dies spricht dafür, dass die Firmen zunehmend auf eine Erholung der wichtigen Exportmärkte - für Deutschland ist das nach wie vor Europa - setzen.

Der aktuelle Klimaanstieg wird von einem breiten Branchenfundament getragen. Auffällig ist das sehr kräftige Plus im Großhandel, der an der Schnittstelle von Binnen- und Außenwirtschaft steht (Mittelständler: +8,8 Zähler auf 18,1 Saldenpunkte; Großunternehmen: +8,7 Zähler auf 11,8 Saldenpunkte). Auch im exportstarken und für die deutsche Konjunktur wichtigen Verarbeitenden Gewerbe hellt sich die Stimmung überdurchschnittlich auf. Demgegenüber trübt sich das Bauklima etwas ein, was nach dem vorübergehenden witterungsbedingten Push im Frühjahr aber unbedenklich ist.

„Das rundum gute August-Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers gibt unseren Konjunkturhoffnungen Rückenwind: Auch die Mittelständler setzen auf Erholung, die deutsche Wirtschaft peilt einen Expansionskurs an“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

„Wir erwarten, dass neben dem Konsum und dem Wohnungsbau künftig auch wieder vermehrt Exporte und, infolge steigender Kapazitätsauslastungen, Unternehmensinvestitionen zum Wirtschaftswachstum beitragen werden. Dabei setzen wir vor allem auf eine weitere Stabilisierung in Europa, aber auch darauf, dass die heftigen Finanzmarktreaktionen auf die angekündigte Rückführung des Anleihekaufprogramms durch die US-Notenbank die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern nicht zum Erliegen bringt. Die deutsche Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um 0,6 Prozent, im Jahr 2014 um 2,0 Prozent wachsen“, so Zeuner weiter. Risiken dürfe man trotz allen gut begründeten Optimismus nicht ignorieren. Besonders in Europa sei das Rückschlagpotenzial trotz erster Lichtblicke weiter hoch.

(Redaktion)