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Wirtschaft | Di, 05.02.2013 10:54

Geschäftslage im Mittelstand zeigt sich stabil

Die von der KfW für den Jahresverlauf 2013 bereits prognostizierte Erholung der Konjunktur nimmt immer deutlichere Konturen an. Dies zeigt das Januarergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Danach verbessert sich das Geschäftsklima im Mittelstand um 2,1 Zähler auf 10,2 Saldenpunkte. Der Indikator ist bereits den dritten Monat in Folge gestiegen. Das Geschäftsklima setzt sich zusammen aus den Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate und den Urteilen zur aktuellen Geschäftslage.


Die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen ziehen zum Jahresbeginn 2013 abermals sehr kräftig an. Gleichzeitig halten sich die Urteile zur aktuellen Geschäftslage auf einem im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich guten Niveau.

Auch unter den Großunternehmen hellt sich die Stimmung auf. Sie revidieren im Januar aber nicht nur ihre Geschäftserwartungen kräftig nach oben. Im Unterschied zum Mittelstand - und erstmals seit April 2012 - schätzen sie zugleich auch die aktuelle Lage wieder besser ein als im Vormonat. Hier tat sich zuletzt eine besonders große Lücke zwischen den beiden Unternehmensgrößenklassen auf. Maßgeblich getrieben wird die Erholung bei den großen Unternehmen von der sensibel auf globale Nachfrageschwankungen reagierenden Großindustrie. Deren Klima zieht noch deutlich stärker anals bei den kleinen und mittleren Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes.

Der deutsche Arbeitsmarkt ist auch in vorübergehenden Schwächephasen robust und stützt so Konsum und Binnenkonjunktur. Die Beschäftigungspläne haben nach dem jüngsten Anstieg ihr Zwischentief aus dem Oktober erkennbar überwunden.

Der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner, kommentiert: „Die Stimmungswende ist geschafft, Deutschland nimmt Anlauf zum Aufschwung. Der gelungene Start in das neue Jahr stimmt nicht zuletzt deswegen hoffnungsvoll, weil die Erholung das Verarbeitende Gewerbe einschließt, dessen Produktionsschwankungen den deutschen Konjunkturzyklus in hohem Maße prägen. Die neben den Erwartungen erstmals wieder bessere Lagebeurteilung durch die Großindustrie deutet auf eine Belebung der Weltwirtschaft hin. Eine voraussichtlich wieder dynamischere Exportentwicklung wird neben dem robusten Konsum für zusätzliche Impulse sorgen und im weiteren Jahresverlauf auch die Investitionen stimulieren. Angesichts des überzeugenden Stimmungsumschwungs dürfte das BIP bereits im ersten Quartal geringfügig wachsen.“

(Redaktion)