Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Mi, 23.06.2010 09:28

Gesucht: Initiatoren und Manager von Netzwerken zu den Themen „Kultur-, Kreativ- und IT-Wirtschaft“ in Baden-Württemberg

Mit der Förderung von landesweiten Netzwerken verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Standortes Baden-Württemberg zu erhalten und auszubauen. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat deshalb einen Wettbewerb zum Auf- und/oder Ausbau eines landesweiten Netzwerkes im Bereich der „Kultur-, Kreativ- und IT-Wirtschaft“ ausgeschrieben. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute mit.


Juristische Personen des öffentlichen oder des privaten Rechts, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind, können sich bis 23. Juli 2010 beim Wirtschaftsministerium bewerben. Es stehen Fördermittel in Höhe von bis zu 500.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich zu einer der führenden Zukunftsbranchen mit hohem Wachstums- und Beschäftigungspotenzial entwickelt. Sie kann zu einem Treiber für weitere Schlüsselbranchen in Baden-Württemberg werden“, erklärte Ernst Pfister. Bereits heute zählt die Kultur- und Kreativwirtschaft zu den Säulen der baden-württembergischen Wirtschaft. Rund 160.000 Erwerbstätige erwirtschaften in etwa 29.000 Unternehmen mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz. Damit erreicht die Zahl der Selbstständigen und Unternehmen in den elf Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft einen Anteil von 6,6 Prozent an der Gesamtwirtschaft des Landes. „Insbesondere durch das Zusammenspiel zwischen den Teilbranchen der Kultur-, Kreativwirtschaft mit der in Baden-Württemberg starken IT-Branche können Werkzeuge und Anwendungen entstehen, die die Kultur- und Kreativ- und IT-Wirtschaft einerseits weiterentwickeln, sie andererseits aber in ihrer Funktion als Dienstleister für die Anwenderbranchen des Landes unterstützen“, so der Minister.

Die Ausschreibung des Wettbewerbes ist Teil der Initiative des Wirtschaftsministeriums zum Auf- und /oder Ausbau landesweiter Netzwerke in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen. Die Landesregierung will durch eine systematische Netzwerkpolitik zielgerichtete Formen der Zusammenarbeit unterstützen, um damit weitere Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotenziale zu erschließen.

„Cluster und Netzwerke führen Menschen aus ganz verschiedenen Winkeln des Innovationsgeschehens zusammen, weil sie überzeugt sind, dass sie miteinander mehr erreichen können als jeder für sich“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister hinsichtlich der Clusterpolitik des Landes Baden-Württemberg.

Über eine verstärkte Zusammenarbeit von Unternehmen untereinander sowie zwischen der Wirtschaft und der Wissenschaft können vorhandene Innovationspotenziale noch besser erschlossen werden. „Dabei kommt es insbesondere darauf an, Kooperationen über Branchen und Technologiegrenzen hinweg zu initiieren, weil Innovationen häufig genau an diesen Schnittstellen entstehen“, so Ernst Pfister. Damit werde über eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit ein Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geleistet.

Für das Land besonders bedeutende Branchen, Technologien, Querschnittskompetenzen und Dienstleistungen wurden auf der Grundlage von Expertenempfehlungen als Zielfelder einer Clusterpolitik in Baden-Württemberg identifiziert. Eine große Zahl dieser Zielfelder ist bereits über etablierte Einrichtungen und Netzwerke bzw. Plattformen organisatorisch abgedeckt. Der Wettbewerb soll Netzwerke für die noch nicht abgedeckten Zielfelder initiieren.

(Redaktion/WM BW)