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Wirtschaft | Mi, 24.10.2012 10:45

GfK-Trendsensor Konsum 2012: Deutsche trotzen der Krise

Knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher zeigt sich krisenresistent. Mit ihrer finanziellen Situation sind sie gegenwärtig weiterhin zufrieden. Auch um den eigenen Arbeitsplatz sorgt sich die Mehrheit nicht. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle "GfK-Trendsensor Konsum 2012". Die Studie wurde vom GfK Verein in neun Ländern durchgeführt.


Die deutschen Verbraucher fühlen sich derzeit von der Finanzkrise und einer schwächelnden Konjunktur nicht besonders betroffen. Die finanzielle Situation des eigenen Haushalts schätzt das Gros der Bundesbürger als stabil ein. Knapp 36 Prozent fühlen sich gut versorgt und geben an, sich einiges leisten zu können. Immerhin 45 Prozent sind der Ansicht, dass sie im Großen und Ganzen zurechtzukommen.

Damit ist die finanzielle Zufriedenheit der Konsumenten in Deutschland gegenüber der Untersuchung in 2010 sogar angestiegen. Sie erreicht nach vielen Jahren erstmals knapp das Niveau von 1995 mit seinerzeit 37 Prozent. Allein die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland (38 Prozent gegenüber 27 Prozent) bestehen nach wie vor. Allerdings ist in der Gruppe derjeniger, die sagen, dass man gerade so über die Runden kommt bzw. es teilweise vorne und hinten nicht reicht, ist die Kluft weiterhin groß (West: 17 Prozent, Ost: 26 Prozent).

Die eigene finanzielle Situation ist ein Indikator für die Konsummentalität der privaten Verbraucher. Ein anderer ist die individuelle Wahrnehmung darüber, wie sicher der eigene Arbeitsplatz ist. 72 Prozent der Berufstätigen rechnen derzeit nicht mit dem Verlust der Beschäftigung. Damit nimmt Deutschland neben Österreich die Spitzenposition ein. Lediglich 10 Prozent der deutschen Beschäftigten empfinden ihren Job als bedroht.

Im GfK-Trendsensor Konsum wurde zudem eine Konsumententypologie entwickelt, die die Konsumenten, in die Typen "krisengefährdet", "in einer angespannten finanziellen Situation" und "krisenresistent" einteilt. So sind Aussagen über die Anfälligkeit für wirtschaftliche Krisenerscheinungen möglich. Hierfür kombinierte man die Einschätzung der eigenen finanziellen Situation mit der Gefährdung mindestens eines Arbeitsplatzes im Haushalt der Befragten. Und auch hier zeigt sich für die Deutschen im Vergleich zu anderen Ländern eine gute Position: Mit 48 Prozent zeigen sie von allen untersuchten Ländern die höchste Krisenresistenz. 33 Prozent befinden sich in einer angespannten finanziellen Situation und nur 20 Prozent können als krisengefährdet eingestuft werden.

(Redaktion)