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Wirtschaft | Do, 03.05.2012 08:05

Glücklich im Job: Arbeitsinhalte sind wichtigster Treiber

Aufgaben und Arbeitsinhalte sind für Arbeitnehmer das wichtigste um in ihrem Job glücklich sein zu können. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Jobbörse stellenanzeigen.de, an der sich 1.389 Nutzer beteiligt haben.


Welche Faktoren tragen grundsätzlich am meisten zum Glücklichsein im Job bei? Bei dieser Frage erhielt "Aufgaben und Arbeitsinhalte" mit 4,1 Punkten die höchste durchschnittliche Bewertung. Bewertet wurden insgesamt acht Faktoren anhand einer Skala von 1 (gar nicht) bis 5 (stark). Ebenfalls sehr wichtig für das Glück sind mit 4,0 Punkten die Kollegen, leicht nachrangig wurden mit der Durchschnittsnote 3,9 die Faktoren "Chef" und "Lob und Anerkennung" bewertet. "Messbarer Erfolg" sowie "Entwicklungsmöglichkeiten" erhielten jeweils 3,8 Punkte. Dem Faktor "Gehalt" gaben die Nutzer im Durchschnitt 3,6, dem "Unternehmen" (Kultur, Branche, Größe etc.) 3,4 Punkte.

Faktoren, die für das Glück am Arbeitsplatz grundsätzlich wichtig sind, stellen für viele der Befragten aktuell auch tatsächlich "Glücksfaktoren" dar. Das Kollegenumfeld macht die meisten Teilnehmer glücklich und erreicht mit 74 Prozent den mit Abstand höchsten Wert bei den Nennungen als Glücksfaktor. "Aufgaben und Arbeitsinhalte" wurde von 62 Prozent als aktueller Glücksfaktor genannt. "Chef" und "Gehalt" nannten demgegenüber nur jeweils 52 Prozent als Glücks- und 48 Prozent als Unglücksfaktoren. Unzufrieden zeigten sich besonders viele Teilnehmer mit den Entwicklungsmöglichkeiten, die von 62 Prozent als "Unglücksfaktor" genannt wurden.

Für 87 Prozent der Umfrageteilnehmer ist die Arbeit für das eigene Glück genauso wichtig wie andere Faktoren (Familie, Freunde, Hobbys). Nur sehr wenige sehen im Job den wichtigsten Schlüssel zum Glück (3 Prozent). 10 Prozent der Befragten definieren Arbeit als etwas, das auf das Glücklichsein gar keinen Einfluss hat. 37 Prozent der Teilnehmer gaben zwar an, nach Feierabend "in der Regel nicht" oder "nie" abschalten zu können. Unglücklich darüber, dass der Jobfilm auch nach Feierabend weiterläuft, sind aber nur 25 Prozent.

Den Begriff "Flow" hat der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi geprägt: "Flow hat man, wenn man das tut, was man am Liebsten mag." In diesem Zustand sind die Menschen glücklich, weil sie voll und ganz in ihrem Tun aufgehen, so dass sie zum Beispiel vergessen, wie schnell die Zeit vergeht. Diese Glückserfahrung während der Arbeit bleibt für die meisten eine Ausnahme: Von den Umfrageteilnehmern erleben 20 Prozent diesen Zustand "nie" oder "selten" (ein paar Mal im Jahr). Ein paar Mal im Monat kommen 32 Prozent in den Genuss von Flow. Mehrmals in der Woche haben 33 Prozent Flow-Erlebnisse und "fast täglich" nur 15 Prozent.

(Redaktion)