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Wirtschaft | Mo, 30.03.2015 13:43

Gründungen von Unternehmen gehen zurück

Im Jahr 2014 wagten in Baden‑Württemberg 78.200 Personen den Schritt in die Selbstständigkeit, indem sie einen von 70.769 Gewerbebetrieben alleine oder gemeinsam mit anderen gründeten. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der gewerblichen Neugründungen damit gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent.


Überdurchschnittlich stark reduzierte sich die Zahl der neu gegründeten Kleinbetriebe (−16 Prozent). Die Anzahl der Betriebsgründungen, die aufgrund der Rechtsform und der Absicht Beschäftigte einzustellen eine wirtschaftliche Substanz vermuten lassen, ging um drei Prozent zurück. Einen leichten Zuwachs gab bei den Neugründungen im Nebenerwerb (ein Prozent).

Hauptursache für den Rückgang der Gründungszahlen im Jahr 2014 ist der Wegfall der beschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit für Staatsangehörige aus Rumänien und Bulgarien. In BadenWürttemberg zeigten 2.904 weniger Rumänen (−46 Prozent) und 1.849 weniger Bulgaren (−58 Prozent) eine Neugründung beim Gewerbeamt an als im Jahr 2013. Betrachtet man die Zahl der Gründer abzüglich der Staatsangehörigen aus Rumänien und Bulgarien so lag der Wert 2014 auf Vorjahresniveau.

Den abnehmenden Gründungszahlen steht auch ein Rückgang der Liquidationen gegenüber. Die Zahl der Schließungen sank im Jahr 2014 um zwei Prozent auf insgesamt 67.606. Dabei haben 11.738 Betriebe mit vermutlich größerer wirtschaftlicher Bedeutung ihr Gewerbe vollständig aufgegeben. Dies waren fast fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Kleinbetriebe, die im Jahr 2014 stillgelegt wurden lag um vier Prozent niedriger als im Jahr 2013. Nebenerwerbsbetriebe mussten dagegen etwas häufiger (drei Prozent) schließen als im Vorjahr.

(Redaktion)