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Wirtschaft | Fr, 26.08.2011 10:43

Gründungsspiegel der IHK Reutlingen: Gründen liegt im Trend

5.237 Gewerbeanmeldungen verzeichnet der neue Gründungsspiegel der IHK Reutlingen für das vergangene Jahr. Das sind über 200 mehr als 2009 und 420 neue Unternehmen mehr als noch 2006, dem besten regionalen Gründungsjahr vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.


„Die eigene Firma zu gründen, liegt bei uns wie bundesweit im Trend“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Der Anstieg in der Region wird vor allem vom Landkreis Reutlingen angeschoben. Er verzeichnet ein Plus von über sieben Prozent. Der Landkreis Tübingen (-1,1 Prozent) und der Zollernalbkreis (+0,6 Prozent) bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau.

Die wichtigste Branche der Gründer bleibt der Dienstleistungssektor. Auf ihn entfallen 2.670 der Gewerbeanmeldungen in 2010. Zu den Dienstleistungen gehören beispielsweise IT, Werbung, Ingenieurbüros oder Versicherungsvermittler. Auf Rang zwei liegen Gründerinnen und Gründer aus dem Handel (1.498) gefolgt von Industrie (612) und Tourismus (353). Die IHK-Auswertung zeigt, dass Jungunternehmer mit Dienstleistungsideen im Vergleich zu den Vorjahren noch einmal um etwa 6,5 Prozent zugenommen haben. Handel, Industrie und Tourismus bleiben dagegen fast unverändert.

Die Gründungsintensität, das ist die Zahl der Gründungen pro 1.000 Einwohner, hat sich in der Region Neckar-Alb trotz der steigenden Zahl der Gewerbeanmeldungen nur leicht erhöht. Sie liegt nunmehr bei 7,7. Auf den höchsten Landkreiswert kommt Reutlingen mit 8,3. Es folgt der Zollernalbkreis mit 7,7 und Tübingen mit 7,0. 2006 hatte die Gründungsintensität bei 7,6 gelegen.

Wermutstropfen in der sonst guten Bilanz: Die Region kann sich im Landesvergleich der Gründungsintensitäten nicht verbessern und bleibt im Mittelfeld. Von zwölf Regionen kommt Neckar-Alb wie bisher schon nicht über Platz fünf hinaus und liegt auch weiterhin unter dem Baden-Württemberg-Schnitt (8,1). Weit vorne liegen die Regionen Rhein-Neckar (9,6), Mittlerer Oberrhein (8,7) und Stuttgart (8,5). „Es wird regional bereits viel unternommen, um Gründer zu fördern“, kommentiert Karin Goldstein, für die Betreuung der Existenzgründer zuständige IHK-Bereichsleiterin. „Wenn wir jedoch die Angebote besser vernetzen, können wir noch mehr und professionellere Unterstützung bieten.“

(Redaktion)