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Wirtschaft | Fr, 26.04.2013 08:24

Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Baden-Württemberg deutlich gestiegen

Im Jahr 2012 wurden in baden-württembergischen Häfen sowie an Lösch- und Ladeplätzen insgesamt 32,2 Millionen Tonnen Güter im Binnenschiffsverkehr umgeschlagen. Dies entspricht einem Plus von über 13 Prozent oder 3,8 Millionen Tonnen. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Damit ist erstmals wieder nach drei Jahren rückläufiger Gütertransporte ein deutlicher Aufwärtstrend für die baden-württembergische Binnenschifffahrt festzustellen. Die Spitzenwerte der 1990er Jahre von über 40 Millionen Tonnen werden aber noch lange nicht wieder erreicht. Im Bundesvergleich verzeichnete Baden-Württemberg nach dem Saarland den zweithöchsten Zuwachs. Zahlreiche Bundesländer hatten im vergangenen Jahr einen Rückgang des Transportvolumens zu verkraften. Das stärkste Plus gegenüber dem Vorjahr wurde in den Monaten Januar (68 Prozent) und November erzielt (63 Prozent).

Die Betrachtung der Hauptverkehrsbeziehungen zeigt im Jahr 2012 für alle Transportrichtungen eine positive Entwicklung auf. Vor allem der Warenempfang aus dem Ausland stieg mit plus 21 Prozent besonders stark an. Mit einem Volumen von 12,1 Millionen Tonnen ist dies die mengenmäßig bedeutendste Verkehrsrelation Der Versand in ausländische Häfen (6,8 Millionen Tonnen) erhöhte sich um 13 Prozent, der Versand in deutsche Häfen um 7 Prozent. Der Empfang von Waren aus Deutschland entwickelte sich mit plus 8 Prozent vergleichbar.

Der Hauptanteil der Ein- und Ausladungen mit 56 Prozent entfiel auf Schiffe unter niederländischer Flagge, gefolgt von deutschen Schiffen (35 Prozent). Im Seehafenhinterlandverkehr hat die heimische Binnenschifffahrt rund 11,4 Millionen Tonnen umgeschlagen. Das waren 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Die größte Bedeutung unter den Seehäfen haben Rotterdam (59 Prozent des Umschlags), Antwerpen (24 Prozent) und Amsterdam (16 Prozent).

Durch die deutliche Zunahme der Ein- und Ausladungen konnte Baden-Württemberg seine Position als Bundesland mit dem zweitgrößten Güterumschlag (32,2 Millionen Tonnen) wieder stärken. Den höchsten Güterumschlag verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 120,8 Millionen Tonnen.

Alle baden-württembergischen Häfen verzeichneten im vergangenen Jahr eine Zunahme ihres Umschlagvolumens. Mannheim, der umschlagstärkste Hafen, legte um 22 Prozent zu und verbuchte Ein- und Ausladungen in Höhe von 8,0 Millionen Tonnen. Dies dürfte auch auf die Inbetriebnahme der vor knapp drei Jahren abgebrannten Ölmühle zurückzuführen sein. Außerordentlich positiv mit einer Steigerung der Ladungen und Löschungen um 15 Prozent auf 6,9 Millionen Tonnen entwickelte sich gleichfalls der Hafen Karlsruhe. Auch die Neckarhäfen wiesen im Vergleich zum Vorjahr eine positive Bilanz auf. Im umschlagstärksten Hafen Heilbronn wuchs das Gütervolumen um sechs Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen an. Auch Stuttgart und Plochingen verzeichneten Steigerungen von sieben bzw. 26 Prozent.

(Redaktion)