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Wirtschaft | Di, 02.08.2011 08:56

Halbjahresbilanz: Umsatzwachstum der Industrie im Südwesten steigt um 10,4 Prozent

Im ersten Halbjahr 2011 wuchsen die Umsätze der Südwestindustrie preis- und arbeitstäglich bereinigt im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresergebnis stark um 10,4 Prozent an. Bei nachlassender Wachstumsdynamik stiegen die Auslandserlöse um 11,8 Prozent und die Inlandsumsätze um 8,8 Prozent. Während die Umsätze der Investitionsgüterproduzenten (13,6 Prozent) und der Vorleistungsgüterproduzenten (9,1 Prozent) beachtlich zulegten, fiel die Umsatzsteigerung bei den Konsumgüterproduzenten (3,2 Prozent) im Vergleich dazu verhaltener aus.


Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die Südwestindustrie im Juni 2011 preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Umsatzplus von 5,5 Prozent. Dabei hat die Umsatzentwicklung sowohl im Inland als auch insbesondere aus dem Auslandsgeschäft in den letzten Monaten nochmals an Dynamik verloren. So lag im Juni die Steigerungsrate der Inlandserlöse mit einem Plus von 5,9 Prozent über dem Zuwachs aus dem Auslandsgeschäft (4,8 Prozent).

Für den Juni 2011 hat die Südwestindustrie allerdings den zweiten Monat in Folge ein Umsatzminus verbucht. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes sanken die realen (preisbereinigten) Umsätze saison- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber dem Vormonat Mai um 0,5 Prozent. Während die Inlandsumsätze auf dem Vormonatsniveau stagnierten, gingen die Auslandserlöse um 0,9 Prozent zurück. Sowohl die Vorleistungsgüterproduzenten (– 1,7 Prozent) als auch die Konsumgüterproduzenten (– 0,6 Prozent) verzeichneten einen Umsatzrückgang. Lediglich die Investitionsgüterproduzenten konnten das Ergebnis des Vormonats halten. Insgesamt stiegen die Umsätze im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zum ersten Quartal mit einem Plus von 0,5 Prozent leicht an.

Im ersten Halbjahr 2011 profitierte die Mehrzahl der bedeutenden Industriebranchen von der positiven Konjunkturentwicklung und verzeichnete zum Teil hohe Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr. Die kräftigsten Umsatzsteigerungen erzielten preis- und arbeitstäglich bereinigt der Maschinenbau (21,9 Prozent) und die Herstellung von Metallerzeugnissen (17,4 Prozent). Ebenfalls schneller als die Industrieumsätze insgesamt stiegen die Erlöse der Hersteller von elektrischen Ausrüstungen (12 Prozent) und der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (11,7 Prozent), während die Umsätze der Fabrikation von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit einem Plus von 9,9 Prozent weniger dynamisch wuchsen. Die Produzenten von Papier, Pappe und Waren daraus (– 1,7 Prozent) und die Hersteller pharmazeutischer Erzeugnisse (– 2,1 Prozent) verbuchten hingegen ein Umsatzminus.

(Redaktion)