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Wirtschaft | Fr, 28.01.2011 07:48

Handwerker in Baden-Württemberg schließen das Jahr 2010 gut ab

Baden-Württembergs Handwerker blicken optimistisch in die Zukunft. In allen Handwerksgruppen seien die Optimisten in der Überzahl, stellte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle zufrieden fest. Bau und industrielle Zulieferer erwarteten einen hohen Arbeitskräftebedarf.


Rund die Hälfte der Handwerker zeigte sich mit der Geschäftslage im letzten Quartal des Jahres zufrieden. Nur rund jeder neunte war unzufrieden. Das ergab die vierteljährliche Konjunkturumfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) unter 1.200 Betriebsinhabern. Im Vorjahr standen einem Drittel zufriedener Betriebe rund 25 Prozent unzufriedener Betriebe gegenüber. Trotz des frühen Wintereinbruchs geht ebenfalls die Hälfte aller Betriebe optimistisch ins neue Jahr. Der BWHT-Konjunkturindikator, der Lage und Erwartungen in einer Kennzahl zusammenfasst, liegt aktuell bei 37,7 Punkten. "Für ein viertes Quartal ist das ein sehr guter Wert", freute sich Möhrle.

In allen Handwerksgruppen überwiegen die zufriedenen Betriebsinhaber. Den höchsten Anteil positiv gestimmter Betriebsinhaber gab es bei den gewerblichen Zulieferern. Möhrle: "Sie haben zeitnah vom Anziehen der Industriekonjunktur profitiert." Mehr als 56 Prozent der Befragten in dieser Handwerksgruppe bewerteten ihre Geschäftslage als gut, während vor einem Jahr noch die Unzufriedenen in der Überzahl waren. 55 Prozent erwarten auch im laufenden Quartal weiter gute Geschäfte. Überraschend zeigte sich Möhrle vom Zukunftsoptimismus des Bauhauptgewerbes mitten im Winterhalbjahr: Hier erwarten sogar 56 Prozent ein gutes erstes Quartal. Ursache ist der wieder erstarkende Wirtschaftsbau.

Möhrle rechnet damit, dass im kommenden Quartal auch der Arbeitskräftebedarf wieder ansteigt. So wollen zehn Prozent der Betriebe aus dem Bauhauptgewerbe und sogar rund 16 Prozent der gewerblichen Zulieferer Personal einstellen. Allerdings sehen die Handwerker dies auch mit Sorge. Möhrle: "Gute Fachkräfte sind rar und die Konkurrenz ist groß." Die Handwerksbetriebe im Land setzten alles daran, ihre gut ausgebildeten Gesellen mit attraktiven Qualifizierungsangeboten und Karriereperspektiven zu halten und nicht in andere Wirtschaftsbereiche abwandern zu lassen. Seit Anfang des Jahres wirbt das Handwerk mit einer Imagekampagne bundesweit und offensiv für seine Stärken.

(Redaktion)