Sign In

Welcome, Login to your account.

Vermischtes | So, 20.04.2008 23:02

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg exzellent

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) gehört zur Exzellenz der deutschen Hochschulen

Dr. Wilhelm Krull; Prof. Dr. Matthias Scheuber; Dieter Kienzle; Prof. Dr. Bastian Kaiser; Dr. Volker Meyer-Guckel (Foto: Iris Klöpper Design)

von links nach rechts, Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VW-Stiftung und Vorsitzender der Wettbewerbsjury; Prof. Dr. Matthias Scheuber, Prorektor; Dieter Kienzle, Kanzler; Prof. Dr. Bastian Kaiser, Rektor; Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertr. Generalsekretär des Stifterverbandes (Foto: Iris Klöpper Design)


Die Entwicklungsstrategie "Studieren im Zeichen der Nachhaltigkeit" überzeugte die prominent besetzte Jury eines hoch dotierten und renommierten Hochschulwettbewerbs. Im Rahmen einer Feierstunde verliehen der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz-Nixdorf-Stiftung in Hannover die Urkunden an die fünf Gewinner des Wettbewerbs "Profil und Kooperation - Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen".
Was Anfang Januar bereits bekannt wurde, ist nun offiziell: Die HFR erhielt im Rahmen einer Feierstunde des Landeskuratoriums Niedersachsen des Stifterverbandes für die Deutschen Wissenschaft die Urkunde, die ihren Erfolg als kleine "Exzellenzhochschule" sichtbar dokumentiert.
Man habe, so Volker Meyer-Guckel, der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbandes, mit der Ausschreibung dieses Wettbewerbs ganz bewusst ein Zeichen setzen wollen und deshalb nicht die übliche Trennung nach Hochschularten (Universität und Fachhochschule) vorgenommen, sondern gezielt die kleinen und mittleren Hochschulen erreichen und ihren Vorzügen zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit verhelfen wollen.
Mit 64 Teilnehmern - 33 Universitäten und 31 Fachhochschulen - haben sich rund ein Viertel aller Hochschulen in Deutschland an diesem Wettbewerb beteiligt und sich damit selbst der in der Wissenschaftswelt ungewöhnlichen Kategorie "klein und mittel" zugeordnet.
"In der Wirtschaft ist die Begrifflichkeit KMU für kleine und mittelständische Unternehmen durchaus gängig und keinesfalls ein Zeichen für einen Wettbewerbsnachteil, sondern Ausdruck für eine ganz besondere Stärke. Sie steht für schnell, wendig und flexibel", betonte Meyer-Guckel.
Mit der Universität Oldenburg und der Leuphana Universität Lüneburg kommen gleich zwei der fünf Gewinner aus Niedersachsen. Und auch die Fachhochschulen Kiel und Nordhausen (Thüringen) unterstreichen die Dominanz norddeutscher Hochschulen in dieser Konkurrenz. Insofern hielt die HFR als einzige Baden-Württembergische Hochschule im Finale nicht nur die Landesfahne hoch, sondern war die einzige süddeutsche Gewinnerin und - so Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagenstiftung und Vorsitzender der Wettbewerbsjury - der "heimliche Favorit in der Endrunde".
Das Preisgeld von 400.000,- Euro wird die Hochschule in einen dringend notwendigen Laborbau investieren, für den vom Land inzwischen eine Förderzusage in Höhe von weiteren 850.000,- Euro vorliegt. Darüber hinaus darf die Hochschule nun auch mit dem Bau eines Hackschnitzelheizwerkes rechnen, das die Wärmeversorgung der gesamten Hochschule gewährleisten soll - und das in einer zur "Hochschule der Nachhaltigkeit" passenden Weise.
"Wir hoffen, dass uns diese bundesweite Anerkennung nun auch dabei helfen wird, unseren weiteren Vorhaben in die Tat umsetzen zu können", erklärt Rektor Bastian Kaiser, "Die nächste Gelegenheit dafür ist die zweite Tranche des Landesprogramms Hochschule 2012, für die wir den neuen Studiengang "Ressourcenmanagement Wasser" als Wettbewerbsbeitrag eingereicht haben. Wir haben ihn gemeinsam mit den Geographen der Universität Tübingen entwickelt. Er war im übrigen ausdrücklich Teil der Entwicklungsstrategie, für die uns die Jury des Stifterverbandes nun ausgezeichnet hat. Wir hoffen, dass dieses Signal auch in Stuttgart seine Wirkung nicht verfehlt."
Wissenschaftsminister Peter Frankenberg gratulierte der Hochschule. Er nannte die Auszeichnung ein hervorragendes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Fachhochschulen im Land. "Der Erfolg für Rottenburg ist kein Zufall, sondern Ergebnis hoher Qualität und klarer Profilierung", so Frankenberg.
Auch der Bundesminister a.D. und ehemalige Generalsekretär des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Klaus Töpfer, zählt zu den Gratulanten. Er sei davon überzeugt, schreibt er, dass es an der Hochschule in Rottenburg "jetzt erst richtig losgeht!".

 

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)