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Vermischtes | Fr, 12.04.2013 13:45

Höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen

Ab dem 1. Juli 2013 gelten höhere Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen. Erhöht werden die geschützten Beträge, die bei einer Zwangsvollstreckung in Forderungen und andere Vermögensrechte nicht gepfändet werden dürfen Bei Alleinstehenden bleiben künftig bis zu 1045,04 Euro des monatlichen Nettoeinkommens vom Zugriff der Gläubiger verschont. Darauf weist das Bundesjustizministerium hin.


Der Pfändungsschutz stellt sicher, dass Schuldner auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens ihr Existenzminimum sichern und die gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können. Die Freigrenzen sind an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrags für das sächliche Existenzminimum gekoppelt. Die Anpassung erfolgt alle zwei Jahre. Die Höhe des pfändbaren Betrags richtet sich je nach dem Nettoeinkommen des Schuldners und der Zahl der unterhaltspflichtigen Personen.

Ab dem 1. Juli 2013 beträgt der monatlich unpfändbare Grundbetrag 1.045,04 Euro (bisher: 1.028,89 Euro). Dieser Betrag erhöht sich, wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, um monatlich 393,30 Euro (bisher: 387,22 Euro) für die erste Person. Um jeweils weitere 219,12 Euro (bisher 215,73 Euro) steigt der Betrag für die zweite bis fünfte Person. Wenn Schuldner mehr verdienen als den so ermittelten pfändungsfreien Betrag, verbleibt ihnen vom Mehrbetrag ebenfalls ein bestimmter Anteil.

(Redaktion)