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Wirtschaft | Fr, 09.09.2011 08:59

Hoher Anstieg der Arbeitskosten setzt sich fort

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zum ersten Quartal 2011 um 1,4 % gestiegen. Das ist der dritthöchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihen des Arbeitskostenindex im Jahr 1997.


Dabei erhöhten sich die Kosten für Bruttolöhne und -gehälter um 1,7 %, die Lohnnebenkosten um 0,5 %. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 stiegen die Arbeitskosten im zweiten Quartal 2011 um 4,4 %. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit.

Der deutliche Anstieg der Arbeitskosten wurde durch hohe Tarifabschlüsse, eine Zunahme der Sonderzahlungen und den weiteren Abbau von Kurzarbeit verursacht. Der im Vergleich zu den Bruttolöhnen und -gehältern schwächere Anstieg der Lohnnebenkosten im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal ist durch eine geringere Anzahl von Krankheitstagen begründet, die zu niedrigeren Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall führten.

EU-weit liegen Veränderungsraten der Arbeitskosten in der Privatwirtschaft bis zum ersten Quartal 2011 vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im ersten Quartal 2011 im Vergleich mit dem ersten Quartal 2010 kalenderbereinigt um 2,7 %. Dies entsprach dem durchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten in der gesamten Europäischen Union (EU) im ersten Quartal 2011. Die höchsten Wachstumsraten wiesen Bulgarien (+ 7,8 %), Ungarn (+ 5,6 %), Rumänien (+ 4,5%), die Slowakei (+ 3,8 %) und Frankreich (+ 3,8 %) auf. In Griechenland sanken die Arbeitskosten im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,8 %, im Vereinigten Königreich um 0,5 %.

(Redaktion)