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Wirtschaft | Fr, 20.01.2012 07:57

HR-Report 2011: Geschlechterverhältnis in Unternehmen noch kein zentrales Thema

Unternehmen sind sich der gesellschaftlichen Trends, wie zum Beispiel der Globalisierung oder des demografischen Wandels, bereits in hohem Maße bewusst. Dies trifft aber nicht auf das Geschlechterverhältnis zu. Dies ist das Ergebnis des HR-Reports 2011, der vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays erstellt wurde.


So meint nur ein Drittel der für den HR-Report 2011 befragten 439 Führungskräfte, dass der zunehmende Anteil von Frauen in Fach- und Führungspositionen die Unternehmens- und Personalpolitik ihres Unternehmens beeinflusse. Dies gilt insbesondere für mittelständische Betriebe. Bei Großunternehmen zeigt sich dagegen schon der steigende Druck der Politik auf die Umsetzung der Geschlechteregalität.

Den demografischen Wandel verbinden die befragten Unternehmen vor allem mit einem steigenden Fachkräfteengpass, gefolgt von der Alterung der Belegschaft und dem sinkenden Anteil von Nachwuchskräften. Dagegen spielt die zunehmende Wertevielfalt aufgrund der Unterschiede in den Denk- und Handlungsmustern unterschiedlicher Generationen noch keine wesentliche Rolle.

Die technologischen Entwicklungen prägen die Arbeitswelt dagegen in hohem Maße. Als sehr relevant betrachten die befragten Führungskräfte in diesem Zusammenhang vor allem die hohe Verdichtung von Arbeit und die zunehmende Beschleunigung der Abläufe.

Differenziert man die Ergebnisse nach der Position der befragten Entscheider, so zeigt sich, dass die HR-Führungskräfte in den Unternehmen ein stärkeres Bewusstsein für die gesellschaftlichen Trends aufweisen als die Unternehmensleitung und die übrigen Führungskräfte. So sehen beispielsweise nur 37 Prozent der befragten Mitglieder der Unternehmensleitung ihr Unternehmen von der Alterung der Gesellschaft beeinflusst.

(Redaktion)