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Wirtschaft | Mi, 12.11.2008 11:06

''Ideenwettbewerb Heilbäder und Kurorte'' in Rheinland-Pfalz

Hering: Gesundheitstourismus ist ein viel versprechender Markt

Minister Hering bei der Vorstellung des „Ideenwettbewerbs Heilbäder und Kurorte“ (Foto: MWVLW Rheinland-Pfalz)


Wirtschafts- und Tourismusminister Hendrik Hering hat heute in Mainz einen Ideenwettbewerb für die 22 Heilbäder und Kurorte in Rheinland-Pfalz ausgelobt. Mit dem Wettbewerb sollen die Teilnehmer dazu motiviert werden, einfallsreiche und zukunftsweisende Konzepte für ihre Kurorte zu entwickeln und umzusetzen.

Hering betonte, dass die Tourismusstrategie 2015 für Rheinland-Pfalz bei der weiteren touristischen Entwicklung des Landes eine Konzentration auf die Bereiche Wandern, Radtourismus, Wein und Gesundheitstourismus vorsehe. „Der gesundheitsbezogene Tourismus gehört zu den wesentlichen Zukunftsmärkten“, sagte der Minister. „Experten gehen von rund drei Millionen Menschen mit Interesse an einem Gesundheitsurlaub in einem Einzugsgebiet von 90 PKW-Minuten um Rheinland-Pfalz aus. Die Herausforderungen eines wachsenden Marktes mit einem dynamischen Wettbewerbsumfeldes innerhalb und außerhalb von Rheinland-Pfalz erfordern daher eine eigenständige und selbstbewusste Positionierung.“

Die 22 Heilbäder und Kurorte des Landes sind aufgefordert, ihre Position im touristischen Wettbewerb zu stärken, so Hering. Im Jahr 2007 fanden mit 3,6 Millionen Übernachtungen rund 17 Prozent aller Gästeübernachtungen in den Heilbädern des Landes statt. „Dies unterstreicht die Bedeutung der Heilbäder für den rheinland-pfälzischen Tourismus.“

Mit dem Wettbewerb sollen die Teilnehmer ermutigt werden, eine strategische Weichenstellung für die Zukunft vorzunehmen und ihr Profil im gesundheitstouristischen Wettbewerb herauszuarbeiten. Dabei soll dargestellt werden, was den jeweiligen Kurort von Mitbewerbern unterscheidet und warum ein Gast gerade diesen Kurort besuchen soll. Prämiert werden zukunftsweisende Ideenpapiere, die sich durch Kreativität und Profilbildung auszeichnen und einen großen Entwicklungsschub für den jeweiligen Kurort erwarten lassen. „Dieses Wettbewerbsziel gibt auch den kleineren Kurorten die Chance, sich als Gewinner des Wettbewerbs hervorzutun“, so der Minister. Da auch die Atmosphäre in den Kurorten ein wichtiges Handlungsfeld für die Zukunft ist, werde der Wettbewerb vom Ministerium des Innern und für Sport für den städtebaulichen Bereich begleitet.

Die Landesregierung greift mit dem Ideenwettbewerb die Ergebnisse einer länderübergreifenden Kurorte-Studie aus dem Jahr 2007 auf, teilte Hering mit. Diese habe ergeben, dass nur wenige Kurorte in Rheinland-Pfalz über ein zukunftsgerichtetes Konzept als Grundlage für die weitere kurörtliche Entwicklung und spätere Investitionen verfügen.

Der Wettbewerbsablauf sieht vor, dass die teilnehmenden Heilbäder und Kurorte bis zum 31. Dezember 2008 ihre Teilnahme anzeigen und bis zum 31. März 2009 ihre Ideenpapiere einreichen können. Eine Bewertungsjury mit unabhängigen Experten aus Wissenschaft und Praxis bewertet anschließend die eingereichten Beiträge und wählt fünf Sieger aus.

Der Minister kündigte an, dass das Land diesen fünf Siegern die Erarbeitung eines detaillierten Masterplans zur weiteren Entwicklung ihres Kurortes mit einem Fördersatz von bis zu 80 Prozent gewähren werde. Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des Masterplans sollen mit dem gleichen Fördersatz mit Priorität gefördert werden.

„Ich erhoffe mir im Interesse der rheinland-pfälzischen Heilbäder und Kurorte eine rege Beteiligung am Ideenwettbewerb und sehe den Ergebnissen mit Interesse entgegen“, so Hering abschließend.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz