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Wirtschaft | Mo, 10.08.2009 10:43

IHK: Aktuelle Zahl der Lehrverträge auf Stand von 2007

Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge der Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in der Region Stuttgart hat zum Ende Juli in etwa den Stand von 2007 erreicht.


Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart wurden bis zum 31. Juli 2009 7.678 neue Lehrverträge eingetragen. Am gleichen Stichtag 2007 waren es 7.873 Ausbildungsverträge. Gemessen am letzten Jahr, in dem aufgrund der guten Konjunktur ein Rekord bei den Ausbildungsverträgen erzielt werden konnte, verzeichnet die IHK aktuell ein Minus von 7,7 Prozent.

Die IHK geht davon aus, dass aufgrund der schwierigen Lage vieler Unternehmen die Zahlen aus dem Rekordjahr 2008 auch in der Schlussbilanz des Ausbildungsjahres nicht erreicht werden können.  Da die Lage der Betriebe in der zweiten Jahreshälfte 2009 noch nicht von einer nachhaltigen Erholung geprägt sein wird und in dieser Phase die Planungen des Ausbildungsengagements erfolgen, rechnet die IHK für das nächste Jahr mit keinem erneuten Anstieg der Ausbildungszahlen. Zugleich gingen aber die Schülerzahlen insbesondere bei den Haupt- und Realschulen spürbar zurück. Daher sei diese Entwicklung kein Grund zum Pessimismus, was die Ausbildungschancen der Jugendlichen angehe.

„Trotz des Rückgangs der Anzahl der Lehrverträge insgesamt, gehe ich davon aus, dass die Wirtschaft jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein Qualifizierungsangebot machen kann“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Ein Grund dafür sei, dass es wegen des Nachrückens der geburtenschwachen Jahrgänge immer weniger Schulabgänger und damit Bewerber auf dem Ausbildungsmarkt gebe. Auch sei ein Trend zu höheren Schulabschlüssen dafür eine Ursache, dass die Zahl der Bewerber auf Ausbildungsplätze kontinuierlich abnehme. Aktuellen Angaben der Bundesagentur für Arbeit zufolge kommt in diesem Jahr in der Region Stuttgart etwa ein gemeldeter Bewerber auf einen gemeldeten Ausbildungsplatz (0,96).

Unabhängig von dieser Entwicklung unternehmen laut Richter Betriebe und IHK größtmögliche Anstrengungen, um neue Ausbildungsplätze zu schaffen und neue Ausbildungsbetriebe zu gewinnen. Die IHK bietet für alle Unternehmen, die Ausbildungs- oder Praktikumsplätze anbieten wollen oder dies in Erwägung ziehen, kostenfreie Information, Beratung und Begleitung an. Unter der Hotline 0711 2005-111 können sich Unternehmen telefonisch zu allen Fragen rund um das Thema Ausbildung beraten lassen. Die Lehrstellenwerber und Ausbildungsmanager der IHK besuchen die Betriebe aber auch vor Ort und ermitteln gemeinsam mit dem Unternehmen dessen Ausbildungsbedarf, suchen passende Bewerber, klären, ob der Betrieb für die Ausbildung geeignet ist und ob staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden können.

Freie Ausbildungsplätze können von den Unternehmen selbst in die Lehrstellenbörse auf www.stuttgart.ihk.de, Dok-Nr. 10962, eingestellt werden. Darüber hinaus bemüht sich die IHK im Falle von Insolvenz darum, Auszubildende in einen Betrieb zu vermitteln, in dem die Ausbildung fortgesetzt werden kann (weitere Informationen dazu auf www.stuttgart.ihk.de, Dok-Nr. 29142).

Der IHK-Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass Jugendliche, die jetzt noch nach einem Ausbildungsplatz suchen, in der IHK-Lehrstellenbörse auf www.stuttgart.ihk.de/lehrstellenboerse fündig werden können. Dort seien zurzeit rund 700 freie Lehrstellen in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in der Region Stuttgart abrufbar. Die meisten Angebote gibt es laut IHK noch in der Hotel- und Gaststättenbranche (250), im Handel (140), in der Bürokommunikation und in sonstigen kaufmännischen Berufen (110), bei Banken und Versicherungen (60) sowie bei den IT-Dienstleistern (50).

(Quelle: IHK Stuttgart)