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Wirtschaft | Di, 21.06.2011 14:48

Immer mehr ältere Menschen sind berufstätig

Die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen stieg zwischen 2000 und 2009 von 37 Prozent auf 56 Prozent und damit so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren auch nach Erreichen des 65. Lebensjahres in Deutschland noch vier Prozent der Bevölkerung erwerbstätig.


Im EU-weiten Vergleich verzeichnete 2009 auf der Basis von Eurostat-Informationen Schweden mit 70 Prozent die höchste Erwerbstätigenquote unter den 55- bis 64-Jährigen. In der EU lag die Quote insgesamt bei 46 Prozent. Die über 65-Jährigen nahmen am häufigsten in Portugal (17 Prozent), Rumänien (14 Prozent) und Schweden (12 Prozent) am Erwerbsleben teil. Der EU-Durchschnitt lag bei fünf Prozent.

Senioren sind auch in zunehmendem Maße online: War 2008 in Deutschland nur knapp jeder fünfte der Menschen ab 65 Jahren im Internet unterwegs, lag der Anteil 2010 bereits bei 31 Prozent. Dabei zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: So gingen in dieser Altersgruppe 42 Prozent der Männer, aber nur 23 Prozent der Frauen ins Internet.

Deutschland hat die älteste Bevölkerung der EU. Ende 2009 lebten hierzulande rund 16,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren. Das entsprach einem Bevölkerungsanteil von 20,7 Prozent. In keinem anderen EU-Land lebten prozentual mehr ältere Menschen. Irland verzeichnete mit 11,3 Prozent EU-weit den geringsten Anteil älterer Menschen. Der EU-Durchschnitt lag bei 17,4 Prozent.

(Redaktion)