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Wirtschaft | Di, 27.08.2013 10:40

Immer mehr Auszubildende mit Hochschul- oder Fachhochschulreife

In Baden-Württemberg fingen bis zum Stichtag 31.12.2012 fast 77.500 Jugendliche eine duale Berufsausbildung an. Der doppelte Abiturjahrgang 2012 in Baden-Württemberg brachte zusätzlich gut 24.000 Schulabgänger mehr auf den Ausbildungsmarkt. Trotzdem sank die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um knapp 1.500 oder 1,9 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Landesamt.


Unter den 77.500 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bestätigte sich die Tendenz der letzten Jahre zu höheren allgemeinbildenden Schulabschlüssen. Ein Realschulabschluss oder eine Hochschulzugangsberechtigung lässt die Chancen auf einen Ausbildungsplatz steigen. Im Berichtsjahr 2012 hatten bei Neuabschluss eines Ausbildungsvertrags zwei von drei Jugendlichen einen Realschulabschluss (34.700) oder eine Hochschul- oder Fachhochschulreife (16.400). 24.500 Jugendliche und somit knapp ein Drittel besaßen einen Hauptschulabschluss. Von diesen wiederum schlossen knapp 45 Prozent einen neuen Ausbildungsvertrag im Ausbildungsbereich Handwerk ab.

Der Anteil der Jugendlichen mit einer Fachhochschul- oder Hochschulreife hat sich in den letzten fünf Jahren bis auf den Bereich Hauswirtschaft über alle Ausbildungsbereiche und Personengruppen hinweg kontinuierlich erhöht. Seit 2002 hat sich dieser Anteil an den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen von 9,9 Prozent auf nunmehr 21,2 Prozent mehr als verdoppelt. Im Ausbildungsbereich Öffentlicher Dienst verdreifachte sich diese Quote sogar und weist 2012 mit 37,3 Prozent den höchsten Anteil aus. Es folgen der ausbildungsstärkste Bereich Industrie und Handel (26,5 Prozent) und die Landwirtschaft (20,1 Prozent).

Die schulische Vorbildung bei Neuabschluss eines Ausbildungsvertrags differenziert nach Personengruppen zeigt, dass unter den gut 8.200 ausländischen Jugendlichen 11,2 Prozent (Vorjahr: 9,6 Prozent) über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügten. Untergliedert nach männlichen und weiblichen ausländischen Jugendlichen ist weiter erkennbar, dass die ausländischen Männer mit 8,5 Prozent zu 14,6 Prozent bei den Frauen weit weniger über einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss verfügen.

Dass die weiblichen Jugendlichen unabhängig der Staatsangehörigkeit eine höhere schulische Vorbildung mitbringen, wird bei den deutschen Jugendlichen nochmals deutlicher erkennbar. 27,7 Prozent der deutschen weiblichen Auszubildenden besaßen 2012 bei Neuabschluss eine Hochschulzugangsberechtigung. Dagegen lag diese Quote bei den männlichen Auszubildenden nur bei 18,6 Prozent.

(Redaktion)