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Wirtschaft | Mo, 05.12.2011 08:46

Industrie im Südwesten produzierte im Oktober 2011 wieder mehr

Nach dem kräftigen Dämpfer im September ( 3,1 Prozent) zeigte sich die Produktion der Industrie in Baden-Württemberg im Oktober wieder leicht erholt. Der Produktionsausstoß nahm im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent zu. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


Das Produktionsplus geht ausschließlich auf die positive Entwicklung bei den Investitionsgüterproduzenten zurück, deren Produktionsvolumen spürbar um 1,6 Prozent anstieg. Einen leichten Produktionsrückgang verbuchten hingegen die Konsumgüterproduzenten (‑ 0,5 Prozent). Bei den Vorleistungsgüterproduzenten fiel das Produktionsminus deutlicher aus (‑ 1,3 Prozent). Im weniger von Schwankungen beeinflussten Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August ging die Produktion um 1,5 Prozent zurück.

Im Vergleich zum Oktober 2010 steigerte die Südwestindustrie die Produktionsleistung preis- und arbeitstäglich bereinigt um 4,1 Prozent. Zu dem Produktionsplus trugen die Investitionsgüterproduzenten (5 Prozent) und die Vorleistungsgüterproduzenten (1,9 Prozent) bei. Bei den Konsumgüterproduzenten kam es hingegen zu einem verhaltenen Rückgang ( 0,6 Prozent). Insgesamt hat sich damit das Produktionswachstum der Südwestindustrie weiter abgeflacht.

Nach den ersten zehn Monaten in 2011 weist die Südwestindustrie ein kräftiges Produktionswachstum auf, das sich aber erstmals nicht mehr im zweistelligen Plusbereich bewegt: preis- und arbeitstäglich bereinigt stieg die Produktion gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent. Ein kräftiges Produktionsplus verbuchten die Investitionsgüterproduzenten (12,2 Prozent) und die Vorleistungsgüterproduzenten (9,2 Prozent). Im Vergleich dazu fiel das Produktionswachstum der Konsumgüterproduzenten deutlich schwächer aus (1,3 Prozent).

Die meisten bedeutenden Branchen der Südwestindustrie konnten die Produktion im Zeitraum Januar bis Oktober 2011 mit zum Teil beachtlichem Tempo ausweiten. Insbesondere der Maschinenbau (17 Prozent) und die Hersteller von Metallerzeugnissen« (15,9 Prozent) steigerten im Vorjahresvergleich das Produktionsvolumen mit hoher Dynamik. Aber auch die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen weitete die Produktion stärker aus (10,6 Prozent) als die Südwestindustrie insgesamt. Ein beachtliches Produktionsplus erzielten auch die Metallerzeugung und –Bearbeitung (9,6 Prozent), die Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (8,5 Prozent) sowie die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (8,3 Prozent). Produktionseinbußen verzeichneten dagegen die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus (‑ 2,1 Prozent) und die Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (– 4,2 Prozent).

(Redaktion)