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Wirtschaft | Mi, 02.06.2010 09:39

Industrieprodukte aus dem Südwesten weiter stark gefragt: Im April über ein Drittel mehr Aufträge als im Vorjahr

Die Nachfrage nach Industriegütern aus Baden-Württemberg bleibt weiter auf Erholungskurs. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge der Südwestindustrie preisbereinigt im April 2010 im Vorjahresvergleich kräftig um 35,5 Prozent an. Damit gab es den sechsten Monat in Folge mehr Aufträge als im jeweiligen Vorjahresmonat.


Kräftige Impulse kommen aus dem Auslandsgeschäft, das erneut eine stark aufwärtsgerichtete Entwicklung zeigte (38,5 Prozent). Aber auch die Inlandsbestellungen haben zuletzt spürbar Fahrt aufgenommen und brachten im April ein Plus von 31 Prozent in die Auftragsbücher. Diese positive Entwicklung ist allerdings relativierend vor dem Hintergrund des ausgesprochen niedrigen Vorjahresniveaus zu sehen, an dem die aktuellen Monatswerte gemessen werden. Insoweit spiegelt sich auch ein Basiseffekt in den relativ günstigen Daten wider, der sich im weiteren Jahresverlauf abschwächen dürfte. Im Vormonatsvergleich gingen im April die Auftragseingänge der Südwestindustrie saisonüblich zurück (- 6 Prozent).

In den ersten vier Monaten in 2010 übertrafen die Auftragseingänge das entsprechende Vorjahresergebnis mit einem kräftigen Plus von 30,5 Prozent. Das Auftragsplus aus dem Auslandsgeschäft (38,5 Prozent) fiel bislang in 2010 fast doppelt so stark aus wie der Nachfrageanstieg aus dem Inland (20,5 Prozent). Ein kräftiges Auftragswachstum verzeichneten im bisherigen Jahresverlauf sowohl die Produzenten von Vorleistungsgütern als auch die Investitionsgüterproduzenten (jeweils 32,5 Prozent). Im Vergleich hierzu fiel das Auftragsplus bei den Konsumgüterherstellern deutlich schwächer aus (12 Prozent).

Unter den bedeutenden Industriebranchen im Land lassen im Zeitraum Januar bis April 2010 nahezu alle eine spürbare Erholung erkennen. So wurde für die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im Vorjahresvergleich ein kräftiges Auftragsplus von 41,5 Prozent verzeichnet. Ein deutlicher zweistelliger Nachfrageanstieg war auch in der Metallerzeugung und –bearbeitung (37 Prozent) zu registrieren, ebenso wie in der Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (33,5 Prozent), der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (32,5 Prozent), der Herstellung von Metallerzeugnissen (32 Prozent) und im Maschinenbau (25 Prozent). Einen spürbaren Rückgang der Nachfrage wurde lediglich für die Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (‑ 6,5 Prozent) verbucht.

(Redaktion(Stat. LA)