Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 03.01.2013 09:25

Inflation steigt in Baden-Württemberg auf 1,9 Prozent

Im Dezember 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Damit hat das Tempo des Preisanstiegs wieder angezogen. Im November war die Teuerungsrate mit 1,5 Prozent noch etwas moderater ausgefallen. Gegenüber dem Vormonat zogen die Preise im Dezember mit 1,0 Prozent saisonbedingt spürbar an. Dies berichtet das Statistische Landesamt.

Die Verbraucherpreise sind in Baden-Württemberg gegenüber November wieder deutlicher gestiegen. (Grafik: Stat. Landesamt)

Die Verbraucherpreise sind in Baden-Württemberg gegenüber November wieder deutlicher gestiegen. (Grafik: Stat. Landesamt)


Im Bereich Energie lag der Preisanstieg im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat bei 3,2 Prozent. Während der Heizölpreis um 2,0 Prozent zunahm, stiegen die Kraftstoffpreise mit 3,2 Prozent etwas stärker an. Der Superbenzinpreis (3,7 Prozent) legte dabei kräftiger zu als der Preis für Diesel (1,6 Prozent). Der Fernwärmepreis (4,6 Prozent), der Gaspreis (3,0 Prozent) und der Preis für Brennholz bzw. Holzpellets (2,8 Prozent) erhöhten sich binnen Jahresfrist ebenfalls merklich. Der Strompreis stieg im gleichen Zeitraum um 2,0 Prozent an.

Einen deutlichen Preisanstieg zum Vorjahresmonat gab es im Dezember bei den Preisen für Nahrungsmittel (5,4 Prozent). Obst (12,1 Prozent) und Gemüse (11,6 Prozent) verteuerten sich dabei beträchtlich. Unter anderem wurden Kartoffeln erheblich teurer (26,8 Prozent). Auch Fleischwaren (6,0 Prozent), Fischwaren (5,6 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (5,4 Prozent) verteuerten sich spürbar. Günstiger wurden dagegen Speisefette und -öle (minus 3,5 Prozent).

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen lag der Anstieg bei 0,6 Prozent. Bei den Ausgaben rund um das Reisen wurden insbesondere Pauschalreisen (6,9 Prozent) und Flugtickets (2,5 Prozent) teurer. Für den weihnachtlichen Gabentisch waren Fotoausrüstungen (minus 5,5 Prozent) und Unterhaltungselektronik (minus 4,4 Prozent) besonders günstig zu haben. Moderat verteuert haben sich Parfüm (1,1 Prozent) und Spiel- und Hobbywaren (1,6 Prozent). Merklich teurer wurden Bücher (3,4 Prozent) sowie Bild- und Tonträger (4,4 Prozent). Deutlich tiefer in die Tasche musste man greifen, wenn man sich für Bekleidungsartikel (5,9 Prozent) oder Edelmetallschmuck (15,3 Prozent) entschied.

Für das Gesamtjahr 2012 lag der Anstieg der Verbraucherpreise in Baden-Württemberg bei durchschnittlich 1,9 Prozent. Damit war die Steigerung niedriger als im Vorjahr (2,4 Prozent). Sie erreichte nicht die Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Definition die Preise als stabil gelten. Während in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 der Verbraucherpreisindex noch über zwei Prozent lag, bewegte er sich seit April im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat in einem Korridor von 1,4 Prozent und 2,0 Prozent. Seinen höchsten Anstieg in 2012 erreichte er im Februar mit 2,5 Prozent, während er seinen niedrigsten Anstieg im Juli 2012 verzeichnete (1,4 Prozent).

Einen Sondereinfluss bei den Verbraucherpreisen in Baden-Württemberg gab es 2012 durch die Rücknahme der Studiengebühren an staatlichen Hochschulen zum Sommersemester 2012. Dadurch ging im Jahresdurchschnitt die Preisentwicklung im Bereich Bildungswesen um 15,3 Prozent zurück. Der Preisanstieg bei Heizöl (8,8 Prozent) und Kraftstoffen (5,6 Prozent) fiel weniger stark aus wie im Vorjahr. Spürbar zugelegt haben die Preise für Nahrungsmittel mit 3,7 Prozent. Insbesondere Fleischwaren (5,6 Prozent) und Obst (5,2 Prozent) verteuerten sich im Jahresdurchschnitt spürbar. Bekleidung und Schuhe wurden um 3,2 Prozent teurer. Bei Freizeit und Kulturdienstleistungen stiegen die Preise moderat an (0,6 Prozent). Bei den Ausgaben rund um das Reisen mussten für Flugtickets 7,6 Prozent mehr ausgegeben werden, Pauschalreisen verteuerten sich jahresdurchschnittlich um 4,4 Prozent.

(Redaktion)