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Wirtschaft | Fr, 29.11.2013 13:04

Inflationsrate steigt nur leicht an

Der Verbraucherpreisindex erhöhte sich im November nach vorläufigem Stand in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent. Damit bleibt der Anstieg der Teuerung weiter moderat. Seit August 2013 bewegt sich die Inflationsrate in einem Korridor zwischen 1,2–1,4 Prozent und ist damit ein gutes Stück von der Schwelle von zwei Prozent entfernt, bis zu der nach gängiger Auffassung Preisstabilität herrscht. Gegenüber dem Vormonat Oktober stiegen die Preise um 0,3 Prozent an. Das berichtet das Statistische Landesamt.


Der moderate Verlauf der Gesamtentwicklung fußt maßgeblich auf der rückläufigen Entwicklung des Heizöl- (−9,6 Prozent gegenüber November 2012) und Kraftstoffpreises −4,1 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Verbraucherpreisindex mit einem Anstieg von 1,8 Prozent deutlich höher. Bei den Kraftstoffen war dabei der Rückgang beim Dieselpreis deutlich ausgeprägter (−5,8 Prozent) als beim Preis für Superbenzin (−3,4 Prozent).

Andere Energiearten haben sich dagegen binnen Jahresfrist verteuert, insbesondere der Strompreis legte um 10,0 Prozent zu. Merklich teurer wurden auch Fernwärme (2,7 Prozent) und Brennholz bzw. Holzpellets (2,5 Prozent). Beim Gaspreis war der Anstieg mit 1,3 Prozent nicht ganz so stark.

Angetrieben wird die Preissteigerung weiterhin durch die Nahrungsmittelpreise mit einem Anstieg um 3,6 Prozent gegenüber November 2012. Dies war allerdings der niedrigste Anstieg bei den Nahrungsmitteln seit Februar 2013. Im Juli 2013 lag die Steigerung zum Vorjahresmonat sogar bei fast sechs Prozent, begründet auch durch die verzögerte Fruchtreife aufgrund der damaligen Witterungsverhältnisse. Stark angezogen haben im November die Preise für Speisefette und –öle (14,1 Prozent), auch Molkereiprodukte (einschließlich Eier) haben sich mit spürbar verteuert (9,2 Prozent). Moderat war der Anstieg beim Gemüse mit 0,6 Prozent.

Als harte Nuss“ erweist sich die Preisentwicklung bei einigen Zutaten für das vorweihnachtliche Backwerk: Butter verteuerte sich binnen Jahresfrist massiv um 28,0 Prozent, süße Mandeln, Kokosflocken u.ä. um 27,1 Prozent. Auch bei Eiern legten die Preise deutlich zu (5,2 Prozent). Dagegen stieg der Preis für Zucker nur geringfügig (0,6 Prozent) und Weizenmehl wurde um 4,9 Prozent billiger.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Mietnebenkosten) stiegen die Preise gegenüber dem November um 1,4 Prozent an. Bekleidung und Schuhe wurden um 0,8 Prozent teurer. Bei Freizeit und Kulturdienstleistungen legten die Preise um 6,6 Prozent zu. Merklich teurer wurden auch Zeitungen, Bücher und Schreibwaren (4,0 Prozent) und in der Gastronomie erhöhten sich die Preise um 2,3 Prozent. Bei den Ausgaben rund um das Reisen stiegen die Preise für Pauschalreisen mit 3,5 Prozent spürbar an. Übernachtungen in Baden-Württemberg verteuerten sich um 3,0 Prozent.

Billiger wurden dagegen Flugtickets (−2,7 Prozent). Nach wie vor hält dagegen der Preisverfall bei Fotoausrüstungen (−6,8 Prozent), Unterhaltungselektronik (−5,9 Prozent), PC-Ausrüstungen und Telefongeräten (jeweils −5,0 Prozent) an.

Gegenüber dem Vormonat Oktober 2013 gingen die Preise für Heizöl um 2,4 Prozent zurück. Kraftstoffe verbilligten sich um 1,4 Prozent, insbesondere Superbenzin wurde günstiger (−1,5 Prozent). Bei Nahrungsmitteln legten die Preise um 0,4 Prozent zu. Die Preise für Bekleidung und Schuhen gaben etwas nach (−1,1 Prozent).

Bei den Ausgaben rund um das Reisen verteuerten sich Pauschalreisen saisonbedingt um 9,4 Prozent. Auch Wintersportartikel wurden teurer (4,0 Prozent), Flugtickets dagegen billiger (−3,0 Prozent). Zum Teil deutlich zugelegt haben mit Beginn des Weihnachtsgeschäfts die Preise für Bild- und Tonträger (11,7 Prozent), Bücher (2,7 Prozent) sowie Spielzeug und Hobbywaren (1,6 Prozent).

(Redaktion)