Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 27.09.2012 08:23

Inflationsrate zieht in Baden-Württemberg weiter an

Im September erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,0 Prozent. Damit hat das Tempo des Preisanstiegs weiter angezogen. Erstmals seit sechs Monaten erreichte die Teuerungsrate im Südwesten wieder die Schwelle von zwei Prozent. Bei zu dieser Schwelle herrscht nach gängiger Auffassung Preisstabilität. Gegenüber dem Vormonat August stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent an. Das berichtet das Statistische Landesamt.


Bestimmenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung hat der Preisanstieg bei Heizöl (10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und Kraftstoffen (9,5 Prozent). Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Anstieg der Teuerungsrate bei 1,5 Prozent. Bei den Kraftstoffen stieg der Preis für Superbenzin mit 9,9 Prozent stärker an als für Diesel (8,5 Prozent). Binnen Jahresfrist deutlich teurer wurden auch Gas (5,3 Prozent) und Fernwärme (5,0 Prozent), während der Preis für Strom nicht ganz so stark zulegte (2,0 Prozent).

Deutlich über der Gesamtentwicklung lag auch der Anstieg bei den Nahrungsmittelpreisen (3,9 Prozent). Dabei wurden sowohl Obst (10,0 Prozent) und Gemüse (5,6 Prozent) als auch Fleischwaren (5,3 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (5,0 Prozent) spürbar teurer. Günstiger wurden dagegen Speisefette und -öle (−8,4 Prozent), insbesondere Butter verbilligte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat erheblich (−19,2 Prozent).

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnnebenkosten) stiegen die Preise um 0,6 Prozent. Während die Trinkwassergebühren binnen eines Jahres anzogen (2,7 Prozent), sanken die Gebühren für die Abwasserentsorgung (−4,7 Prozent) und die Müllabfuhr (−2,4 Prozent). Merklich teurer wurden Bekleidung (2,8 Prozent) und Schuhe (4,9 Prozent). Zugelegt haben die Preise auch bei Bild und Tonträger einschließlich Musikdownloads (10,7 Prozent) sowie PC-Ausstattungen (1,4 Prozent), während Fotoausrüstungen (−6,0 Prozent) und Unterhaltungselektronik (−5,4 Prozent) günstiger wurden.

Gegenüber dem Vormonat August legten die Preise für Kraftstoffe um 2,6 Prozent zu. Heizöl verteuerte sich leicht um 0,3 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel gingen etwas zurück (−0,3 Prozent). Insbesondere Gemüse (−3,7 Prozent) und Obst (−2,9 Prozent) wurden billiger. Der Umstieg auf die Winterkollektion ließen die Preise bei Bekleidung und Schuhen um insgesamt 5,4 Prozent nach oben klettern. Das Ende der Feriensaison sorgte dagegen für Preisrückgänge bei Übernachtungen in Baden-Württemberg (−9,3 Prozent), Pauschalreisen (−8,3 Prozent) und Flugtickets (−2,9 Prozent). Teurer wurden dagegen binnen Monatsfrist Bücher (1,8 Prozent) sowie Spielzeug und Hobbywaren (1,7 Prozent).

(Redaktion)