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Wirtschaft | Do, 17.03.2011 08:15

Ingenieurunternehmen sind zuversichtlich

Der Verband Beratender Ingenieure hat die Ergebnisse der VBI-Konjunkturumfrage 2011 unter 457 unabhängigen Ingenieurunternehmen vorgestellt. Danach verzeichnet die Branche zwar stabile Umsätze, kämpft aber weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen.


9 % der befragten Ingenieurunternehmen schätzen ihre wirtschaftliche Lage als sehr gut und 40 % als gut ein. 44 % bezeichnen sie als "befriedigend" oder "ausreichend". Lediglich ein Anteil von knapp 5 % kämpft derzeit mit schweren wirtschaftlichen Problemen. Der Auftragsbestand der Büros bleibt stabil: 46 % der Befragten bezeichnen ihn als sehr gut bis gut. 41 % bewerten den Auftragsbestand als befriedigend bis ausreichend.

Bilanz des Vorjahres: 42 % der VBI-Unternehmen konnten ihre Umsätze 2010 steigern. 21 % verzeichneten stabile Umsätze. Ein knappes Drittel (32 %) der Befragten musste rückläufige Umsätze verkraften. Allerdings erzielten 2010 nur 29 % höhere Umsatzrenditen als im Vorjahr. Bei 65 % blieben sie unverändert oder gingen zurück. Dies verdeutlicht, dass die Erhöhung der Planerhonorare durch die Novellierung der HOAI 2009 kaum Wirkung auf die Büros zeigt. 62 % konnten keinerlei positive Auswirkung auf ihr Geschäftsergebnis feststellen.

Die Umsatzerwartung für 2011 ist überwiegend optimistisch: 22 % gehen von steigenden, 53 % von gleich bleibenden Umsätzen aus. Nur 21 % erwarten einen Rückgang ihrer Umsätze.

Dieser Trend wird sich wie 2010 positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken: 27 % der Büros planen 2011 Neueinstellungen, 60 % wollen ihr Personal zumindest halten.

"Die unabhängigen Planungsbüros sind gut durch die Wirtschaftskrise gekommen, bemerkenswert dabei: Nur ein knappes Drittel hat von den Konjunkturpaketen profitiert. Die Ingenieure haben die Bewältigung der Krise also überwiegend durch eigene Anstrengungen geschafft. Die Honorarerhöhung wirkte sich auf die Umsatzrenditen kaum aus. Wir fordern hier dringend Nachbesserungen", kommentierte VBI-Hauptgeschaftsführer Dipl.-Ing. Klaus Rollenhagen.

(Redaktion/VBI)