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KMU & Freiberufler | Mi, 27.11.2013 14:12

Innovationsneigung in der Gründergeneration am höchsten

Familienunternehmer in dritter Generation weisen in Deutschland eine deutlich geringere Bereitschaft auf, in risikobehaftete Innovationsprojekte zu investieren, als ihre Vorfahren. Zu diesen Ergebnissen kommt die gemeinsame Studie „Innovationstätigkeit von Familienunternehmen“ vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und des Verbands der Vereine Creditreform e. V.


Der Grund für die sinkende Risikobereitschaft liegt darin, dass die Strategie der späteren Inhabergenerationen vorrangig auf den Erhalt des Unternehmenswertes ausgerichtet ist – und weniger auf Wachstum. Zudem gilt es den verschiedenen Interessen der Eigentümer des Familienunternehmens gerecht zu werden. Allerdings suchen die Inhaber, deren Unternehmen bereits lange Zeit in einer Region ansässig sind, gerne die Kooperation mit (regionalen) Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

An der Befragung hatten rund 2.000 kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland teilgenommen. Dabei hat sich prinzipiell gezeigt, dass Familienunternehmen genauso innovativ sind wie manager-geführte Unternehmen. Kleine inhaber-geleitete Unternehmen weisen sogar eine höhere Innovationstätigkeit auf als vergleichbare Nichtfamilienunternehmen.

Als ursächlich hierfür sehen die IfM-Wissenschaftler Dr. Arndt Werner und Dr. Christian Schröder an, dass die Entscheidungsgewalt in Familienunternehmen in einer Hand liegt. Dies ermöglicht schnelle, unbürokratische und effiziente Entscheidungen, die sich durch die oftmals langjährige Erfahrung des Inhabers und seiner guten Übersicht über die vorhandenen Ressourcen ergeben.

Mit zunehmender Größe wendet sich jedoch das Blatt: Hier zeigten die manager-geführten Unternehmen eine deutlich höhere Innovationsbereitschaft. Der Vorteil der kurzen Entscheidungswege ist in den größeren Familienunternehmen auf Grund der umfassenderen Organisationsstruktur dann nicht mehr gegeben.

(Redaktion)