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Wirtschaft | Do, 11.12.2014 14:09

Innovationspotenzial in Baden-Württemberg am höchsten

Innovationen sind im globalen Wettbewerb für rohstoffarme Volkswirtschaften eine der grundlegenden Voraussetzungen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand. Fundierte Kenntnisse über die Innovationsfähigkeit eines Landes oder einer Region sind für die Politik zur Gestaltung von förderlichen Rahmenbedingungen und für die Wirtschaft zur Auswahl von geeigneten Forschungs- und Entwicklungsstandorten unerlässlich.


Wie hoch ist das Innovationspotenzial in Baden-Württemberg? Vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg wurde ein Innovationsindex entwickelt, der eine vergleichende Bewertung der Innovationsfähigkeit von 87 Regionen in den 28 europäischen Mitgliedsländern ermöglicht. Für jede Region werden die Daten von sechs Innovationsindikatoren zu einer Kennzahl aggregiert und für den europaweiten Innovationsvergleich herangezogen.

Der Innovationsindex 2014 zeigt: Baden-Württemberg ist innerhalb der Europäischen Union die Region mit der höchsten Innovationskraft. In keiner anderen europäischen Region wird ein höherer Anteil der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung investiert, nirgendwo ist der Anteil der Erwerbstätigen in forschungsintensiven Industriezweigen höher und nirgendwo werden – bezogen auf die Bevölkerungszahl – mehr Patente angemeldet als im Südwesten. Im Spitzenfeld des EU-Rankings der Regionen sind, mit einer ebenfalls hohen Innovationsfähigkeit, Bayern, die französische Hauptstadtregion Île de France, Berlin, Dänemark, Finnland, Hessen, Schweden und Hamburg vertreten. In den EU-Ländern Griechenland, Bulgarien, Zypern und Rumänien ist die Innovationskraft am geringsten.

Gegenüber der Berechnung aus dem Jahr 2012 ergaben sich im Spitzenfeld nur kleine Rangverschiebungen. Beispielsweise liegt nun Bayern vor der französischen Hauptstadtregion Île de France und Dänemark vor Finnland. Der größte Teil der deutschen Bundesländer befindet sich im Vorderfeld der Rangfolge (Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen). Im Mittelfeld sind die Länder Schleswig-Holstein, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vertreten. Sachsen-Anhalt auf Rangplatz 51 (Berechnung 2012: Rangplatz 57) rangiert als einziges Bundesland weiterhin im unteren Drittel.

(Redaktion)