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Wirtschaft | Di, 06.12.2011 11:00

Innovationsvorsprung ist wichtiger Erfolgsfaktor für die Internationalisierung von IKT-Unternehmen

Innovationen, qualifizierte Mitarbeiter und maßgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen sind Erfolgsfaktoren für Unternehmen des Wirtschaftszweigs Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bei der Erschließung von Auslandsmärkten. Dies zeigt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die Studie untersucht die wesentlichen Motive, Erfolgsfaktoren und Problemfelder beim Internationalisierungsprozess deutscher Unternehmen des IKT-Sektors. Teil der Studie ist eine repräsentative Umfrage bei rund 600 IKT-Unternehmen.


Zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Internationalisierung ist der Innovationsvorsprung der eigenen Produkte und Dienstleistungen. Die Gruppe der innovativen IKT-Unternehmen verzeichnet mit 21 Prozent eine deutlich höhere Exportquote (Anteil der Exporterlöse an den Gesamterlösen) als die Gruppe der Nicht-Innovatoren mit nur 5 Prozent. Zudem sind große und innovative Unternehmen deutlich häufiger mit Niederlassungen im Ausland vertreten.

Weitere wichtige Voraussetzungen für den Auslandserfolg sind hochqualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen sowie eine maßgeschneiderte Anpassung der Produkte und Dienstleistungen an die Bedürfnisse des Zielmarktes.

Mit der Internationalisierung möchten deutsche IKT-Unternehmen vor allem neue Absatzmärkte erschließen, den Anschluss an die Wettbewerber halten sowie inländische Kunden bei deren Auslandsaktivitäten begleiten. Kostensenkungsmotive spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Für IKT-Unternehmen, die neu ins Auslandsgeschäft einsteigen oder ihre Auslandsaktivitäten intensivieren möchten, stellen die hohen Kosten der Markterschließung sowie die fehlende Nachfrage nach den eigenen Produkten und Dienstleistungen die größten Hemmnisse für die Auslandsaktivität dar. Für bereits im Ausland aktive Unternehmen sind die Gefahr der Produktpiraterie beziehungsweise fehlende effektive Schutzmöglichkeiten für geistiges Eigentum die größten Hemmnisse.

(Redaktion)