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Wirtschaft | Di, 07.01.2014 09:39

Insolvenzen sinken in Baden-Württemberg um rund sieben Prozent

Von Januar bis September 2013 wurden bei den Amtsgerichten Baden-Württembergs 9.765 Insolvenzverfahren entschieden. Darunter waren knapp 16 Prozent oder 1.523 Verfahren Unternehmensinsolvenzen. Das waren sieben Prozent weniger als in den ersten drei Quartalen 2012. Damals wurden 1.635 Verfahren gezählt. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Die Verbindlichkeiten der insolventen Unternehmen summierten sich auf rund 1,7 Milliarden Euro. Rund 26 Prozent der insolventen Unternehmen hatten jedoch weniger als 50.000 Euro Schulden. Verbindlichkeiten in Höhe von über einer Million Euro hatten lediglich 229 Unternehmen (15 Prozent). Rund 29 Prozent der Unternehmensinsolvenzen wurden mangels Masse abgewiesen und entsprechend 71 Prozent eröffnet.

Jedoch stellten 81 Prozent der Schuldner den Insolvenzantrag selbst. Bei 97 Prozent aller Schuldner war die Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung der Grund für die Insolvenzanmeldung. Dagegen spielte die drohende Zahlungsunfähigkeit nur eine geringe Rolle; hier wurden 33 Fälle gezählt.

Nahezu ein Fünftel (19 Prozent) der insolventen Unternehmen hatten ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt im Bereich Handel (281 Firmen). Im Bereich Verarbeitendes Gewerbe kam es zu 224 Insolvenzanmeldungen, gefolgt vom Bereich Baugewerbe mit 200 Verfahren. Weitere 159 insolvente Unternehmen zählten zum Bereich Freiberufliche wissenschaftliche und Technische Dienstleistungen. Es folgt mit einem Bereichsanteil von knapp acht Prozent der Verkehr einschließlich Lagerei (121 Verfahren), die Sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit gut sieben Prozent und das Gastgewerbe mit nahezu sieben Prozent.

Im den ersten drei Quartalen 2013 waren 15.210 Arbeitnehmer unmittelbar von einer Insolvenzanmeldung betroffen. Davon waren 38,5 Prozent der Arbeitnehmer im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt und 22,5 Prozent im Handel; 9,8 Prozent hatten ihren Arbeitsplatz in den Sparten des Bereichs Verkehr und Lagerei, dagegen nur 5,2 Prozent oder 795 Arbeitnehmer im Baugewerbe.

(Redaktion)