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Wirtschaft | Mo, 12.04.2010 09:43

Internationaler Standortvergleich bescheinigt Baden-Württemberg überdurchschnittliche Potenziale

„Die wirtschaftlichen Entwicklungschancen des Landes Baden-Württemberg sind im weltweiten Vergleich mit anderen erfolgreichen Wirtschaftsregionen sehr gut“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart. „Die relativ attraktiven Rahmenbedingungen der Gegenwart und das gute Strukturpotential des Landes lassen hinsichtlich zukünftiger Wachstumschancen eine positive Entwicklung erwarten.“


Zu diesem Ergebnis kam die Pilotstudie "Internationales Benchmarking für Baden-Württemberg“. Die Studie wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg von dem unabhängigen Forschungsinstitut BAK Basel Economics AG (BAKBASEL) erstellt und im April 2010 veröffentlicht.

„Für Baden-Württemberg ist es wichtig, sich international mit den Besten zu messen“, sagte Pfister. „Die Studie bestätigt unsere grundsätzlich hervorragende und auch künftig erfolgversprechende Ausgangssituation und den eingeschlagenen wirtschafts- und innovationspolitischen Weg.“

Laut der Studie von BAK Basel zeichnet sich eine wettbewerbsfähige Region durch eine erfolgreiche bisherige Entwicklung (Performance Index), durch eine hohe Anziehungskraft auf hochqualifiziertes Humankapital und Unternehmen (Attractiveness Index) sowie durch eine zukunftsträchtige Wirtschaftsstruktur (Structural Potential Index) aus. Die Studie setzte bei der Bewertung den westeuropäischen Durchschnitt jeweils bei 100 Indexpunkten an. Insbesondere in der Kategorie „Zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung (Structural Potential Index)“ schnitt Baden-Württemberg mit 108 Indexpunkten überdurchschnittlich gut ab und liegt damit mit dem für die Zukunft entscheidenden Wert in der Spitzengruppe der betrachteten Regionen (Platz 4 von 14). Eine wesentliche Rolle spielte bei diesem Kriterium die hohe Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Fahrzeugbaus in Baden-Württemberg. Bei den zwei anderen Kriterien schnitt Baden-Württemberg wie folgt ab: 101 Indexpunkte bei dem Kriterium „Wirtschaftlicher Erfolg der Vergangenheit (Performance Index)“ und 103 Indexpunkten bei dem Kriterium „Anziehungskraft einer Region für Unternehmen und hochqualifizierte Arbeitnehmer (Attractiveness Index).

In der Studie hat BAK Basel erstmals für Baden-Württemberg anhand einer internationalen Datenbasis auf regionaler Ebene systematische Vergleiche mit zwölf anderen erfolgreichen Wirtschaftsregionen vorgenommen. Unter den verglichenen Regionen finden sich aus dem Kreis der „Vier Motoren“ die Lombardei, Katalonien und Rhone-Alpes, die amerikanischen Regionen Massachu-setts und San Francisco Bay Area, die Nationalstaaten Schweiz, Österreich und Finnland ebenso wie das Nachbarland Bayern.

Der Standort Baden-Württemberg schnitt auch in den zwei Rankings zur Wirtschaftskraft und Standortattraktivität aller 429 deutscher Land- und Stadtkreise in den Zeitschriften Focus Money und Manager Magazin (MM), die im Dezember 2009 veröffentlicht wurden, gut ab. Beide Rankings kommen, ungeachtet der teilweise unterschiedlichen Berechnungsmethoden und zugrunde gelegten Daten im Detail, zum Ergebnis, dass in Deutschland die Länder Bayern und Baden-Württemberg Spitzenreiter sind.

Unter den Top 30 des Landkreis-Rankings von Focus Money waren 9 Stadt- und Landkreise, unter den Top 50 des Deutschland-Rankings vom Manager Magazin 12 Stadt- und Landkreise aus Baden-Württemberg. Lediglich bayerische Stadt- und Landkreise sind zahlenmäßig öfter in den Spitzengruppen vertreten als Baden-Württemberg. Betrachtet man allerdings alle Stadt- und Landkreise der Länder als ein Ganzes, so schnitt Baden-Württemberg sogar besser ab als Bayern. In beiden Rankings kommen die 44 baden-württembergischen Kreise auf bessere durchschnittliche Rangziffern als die 96 bayerischen Kreise.

„Die Zahlen sind ein Beleg dafür, dass das Wirtschaftsland Baden-Württemberg im Gesamten sehr gut dasteht“, so Pfister. „Vor allem die regionalstrukturelle Ausgewogenheit von Baden-Württemberg ist hervorzuheben. Sie kommt dem ganzen Land zugute.“

(Redaktion/WMBW)