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Unternehmensnachrichten | Do, 30.06.2011 09:42

Internationales Jahr der Chemie 2011: Preisträger des Responsible Care-Wettbewerb Baden-Württemberg ausgezeichnet

Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI), übergab am Mittwoch in Baden-Baden die Preise an die Sieger des Wettbewerbs "Wir haben gute Ideen zur Arbeitssicherheit". Die Preisträger sind die Unternehmen BK Guilini, Ladenburg, Boehringer Ingelheim Pharma, Biberach, und Roche Diagnostics, Mannheim.

Die Preisträger: Siegfried Gross, Dr. Brüne Cremer und Bernd Koch (BK Giulini, Ladenburg); Dr. Rudolf Machat, Andreas Peters(Roche Diagnostics, Mannheim);Bertram Boos, Dr. Martin Wanning und Markus Mayr (Boehringer Ingelheim Pharma, Biberach) mit VCI-Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer (4. v. li.). (Foto: Chemie-Verbände Baden-Württemberg)

Die Preisträger: Siegfried Gross, Dr. Brüne Cremer und Bernd Koch (BK Giulini, Ladenburg); Dr. Rudolf Machat, Andreas Peters(Roche Diagnostics, Mannheim);Bertram Boos, Dr. Martin Wanning und Markus Mayr (Boehringer Ingelheim Pharma, Biberach) mit VCI-Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer (4. v. li.). (Foto: Chemie-Verbände Baden-Württemberg)


"Wir haben leistungsfähige Unternehmen, die das Thema Arbeitssicherheit als Bestandteil der Unternehmensziele ansehen", so Mayer über den Wettbewerb. Anlässlich des Internationalen Jahres der Chemie 2011 hatte der VCI ihn erstmals ausgeschrieben. Sein Rahmen ist die weltweite Responsible Care Initiative der chemischen Industrie.

Eine vierköpfige Jury hatte die Einsendungen gesichtet: Sie bestand aus demWissenschaftsjournalisten Ingolf Baur (Diplom-Physiker und Moderator des Wissenschaftsmagazins „nano“), Wolfgang Baur, Leitender Ministerialrat im Umweltministerium Baden-Württemberg und Dr. Hans-Hermann Böhm, Umweltbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Von VCI-Landesvorstandsseite war sie mit Jürgen Lochner, Werkleiter der Sika Deutschland, besetzt.

Die Qualität der Einsendungen war, so der Tenor der Jury, allgemein sehr hoch. „Wir sind bereits eine der sichersten Branchen in der Industrie, und auch im Vergleich zu anderen Branchen vorbildlich. Daran müssen wir beharrlich arbeiten“. Dieser Responsible Care-Wettbewerb bringe das immer wieder in Erinnerung.

Die Preisträger

BK Giulini: Langfristig und nachhaltig

Arbeitsunfälle sind in der Chemie und bei BK Guilini die Ausnahme. Und – das ist das Ziel des Projektes – es geht besser: Ständig werden die Mitarbeiter mit Hinweisen zur Arbeitssicherheit konfrontiert: beim Betreten des Werksgeländes, beim Steigen auf Treppen, an Informationstafeln in Betrieben und Büros. Bewusstes Handeln im Sinne der Arbeitssicherheit an 365 Tagen, im Unternehmen ebenso wie im privaten Bereich - das fängt oben an und geht in den Teams weiter. Mit praktischen Giveaways von T-Shirts bis zum Adventskalender wird die Botschaft vertieft: Der Erfolg gibt diesem umfassenden und nachhaltigen Konzept recht: Die Unfallzahlen sind weiter rückläufig. Und die Resonanz bei den Mitarbeitern ist sehr gut.

Boehringer Ingelheim: Ziel „Null Arbeitsunfälle“

Sicherheit und Arbeitsschutz als grundlegenden Teil der Unternehmensphilosophie verstehen und leben – das ist das Thema und Ziel des prämierten Projektes „BI Safe – Zero by choice“ von Boehringer Ingelheim. Das Unternehmen hat es damit geschafft, die Unfallzahlen weltweit erstmals seit zehn Jahren wieder unter drei Unfälle pro Million Arbeitsstunden zu bringen. Die meisten Arbeitsunfälle sind verhaltensbedingt – deshalb konnte nur durch einen Kulturwandel eine Veränderung erreicht werden. Mit viel Eigenverantwortung für die Mitarbeiter, vorbildlichem Sicherheitsverhalten der Vorgesetzten und eine intensive, offene Kommunikation wurde dieser Weg erfolgreich eingeschlagen.

Roche Diagnostics: Ergonomie hat Vorrang

Gesunde, motivierte und entspannte Mitarbeitende arbeiten konzentriert und sicher – das hat Roche Diagnostics schon früh erkannt. Im Rahmen des ausgezeichneten Projektes wurden mehr als 2000 Beschäftigte unterschiedlich geschult. Ein Ergonomie-Parcours stand ebenso auf dem Programm wie die Ausbildung von Ergo-Scouts, die ihre Kollegen beraten und gemeinsame Übungen am Arbeitsplatz machen. Kurzfristige Erfolge waren schon sichtbar: Weniger Fehlzeiten durch Rückenbeschwerden. Langfristig soll das Projekt Roche helfen, im demografischen Wandel  zu bestehen: Auch ältere Arbeitnehmer können und sollen länger im Beruf bleiben.

Die Initiative Responsible Care

Responsible Care (RC) bedeutet für die chemische Industrie, verantwortlich zu handeln. Sie macht dies über eine weltweite Initiative deutlich. In 53 Ländern führen Chemieverbände nationale RC-Programme durch. Ziel ist die freiwillige Verpflichtung, mehr als vorgeschrieben zu tun: Nachhaltigkeit fördern, Produktverantwortung zeigen, mehr Sicherheit für Werke und Nachbarschaft schaffen, den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und den Umweltschutz verbessern. Mehr Informationen unter stehen unter www.responsible-care.de zur Verfügung.

(Redaktion)