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Wirtschaft | Di, 21.08.2012 10:55

IT-Mittelstandsindex: Unternehmen trotzen dem Sommerloch

Der Mittelstand befindet sich in einer erfreulichen und konstanten Wirtschaftslage. Erneut überwogen im Juli ähnlich viele Unternehmen mit gestiegenen Umsätzen wie im Juni. Die zu Ende gehende Ferienzeit lässt die wirtschaftlichen Erwartungen für die kommenden drei Monate wieder leicht ansteigen. Die Nachfrage nach Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) zog im Juli weiter an. Der Index der Ausgabenplanungen für die kommenden drei Monate hält sein Niveau. Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten dominieren deutlich. Das zeigt der IT-Mittelstandsindex von Fujitsu und techconsult, für den in einer monatlichen Befragung Lage und Erwartungen bezüglich Umsatz und IT-/TK-Investitionen untersucht werden.


Der Mittelstand blickt optimistisch auf die nächsten drei Monate. Von allen Wirtschaftszweigen wird eine positive wirtschaftliche Entwicklung mit Umsatzsteigerungen prognostiziert. Überdurchschnittlich positiv blickt das Finanzgewerbe auf die kommenden drei Monate, aber auch der Handel, der sich mit Blick auf die neue Saison deutliche Umsatzsteigerungen erhofft. Weniger euphorisch zeigen sich die Öffentlichen Verwaltungen, deren Indikator liegt deutlich unter dem Durchschnitt. Dennoch gehen die Verwaltungen in den kommenden Monaten von mehrheitlich steigenden Einnahmen aus.

Die Ausgabenneigung hinsichtlich Informations- und Kommunikationstechnologie (IT/TK) stieg gegenüber Juli um 2 Punkte an. Der Index der realisierten Ausgaben erreichte somit einen Stand von 111 Punkten. Damit überwogen die Unternehmen mit gestiegenen Investitionen wenig stärker als im Monat zuvor. Die Prognose für die kommenden drei Monate zeigt sich stabil. Der Index gab geringfügig um einen Punkt nach und liegt aktuell bei 116 Zählern. Er signalisiert, dass die Unternehmen mit positiven Investitionsabsichten weiterhin deutlich dominieren werden. Im Jahresvergleich liegt der Lageindex der IT-/TK-Ausgaben mit 111 Punkten auf ähnlichem Niveau wie im Juli 2011. Die Ausgabenplanungen sind weniger optimistisch als ein Jahr zuvor, sie liegen acht Punkte unter dem Niveau vom Juli 2011.

Bis auf das Finanzgewerbe, tätigten alle Wirtschaftszweige im Juli überwiegend steigende IT-/TK-Ausgaben. Besonders ausgabenaffin präsentierten sich die Versorger und die Öffentlichen Verwaltungen. Während sich im Handel noch die Unternehmen mit steigenden und rückläufigen Ausgaben die Waage halten konnten, waren im Finanzgewerbe die Unternehmen mit steigenden Ausgaben deutlich in der Minderheit, wie der Indikator von nur 89 Punkten aussagt.

Hardware war im Juli beim Mittelstand wieder sehr gefragt. Der Indikator der Hardware Ausgaben machte im Juli einen Sprung nach oben und stieg gegenüber dem Vormonat um acht Punkte auf insgesamt 112 Zähler an. Damit waren die Unternehmen mit gestiegenen Ausgaben wieder wesentlich deutlicher in der Überzahl. Die Investitionsplanungen konnten ihr hohes Niveau vom Juni nicht halten, sie gaben fünf Punkte nach und liegen aktuell ebenfalls bei 112 Punkten. Der Indikator signalisiert damit, dass in den in den kommenden drei Monaten die Unternehmen mit expansiven Investitionsabsichten überwiegen könnten.

Nach einer leichten Sommerflaute zog der Software-Markt im Juli gegenüber Juni marginal an. Der Indikator für die Software Ausgaben erhöhte sich um zwei Punkte. Mit einem Index von 105 Punkten waren die Unternehmen mit expandierenden Software Ausgaben stärker in der Überzahl als noch einen Monat zuvor.

Die Nachfrage nach IT- und TK-Dienstleistungen gab im Juli gegenüber Juni leicht nach, der Indikator liegt bei 104 Punkten und somit gegenüber dem Vormonat einen Punkt niedriger. Die Firmen mit gestiegenen Service-Ausgaben setzten sich weiterhin gegenüber denen mit rückläufigen Budgets durch.

Nach Einschätzung der mittelständischen Unternehmen wird sich auch in den kommenden Monaten eine positive Entwicklung fortsetzen. Im Index der Ausgabenplanungen zeigen sich optimistische Marktaussichten. Der Indikator für die kommenden drei Monate stieg um zwei Punkte auf insgesamt 109 Zähler.

Die Aussichten für die kommenden drei Monate sind zuversichtlich, alle Branchen zeigen sich ausgabefreudig und signalisieren, ihre Budgets mehrheitlich gegenüber dem Vormonat zu erhöhen. Den größten Optimismus prognostizieren die Öffentlichen Verwaltungen und das Finanzgewerbe mit Planungsindikatoren von 160 bzw. 124 Punkten. Dienstleister und Versorger bleiben hinter dem Durchschnitt zurück, dennoch könnten laut Prognose auch hier die Unternehmen mit steigenden Ausgaben in der Mehrheit sein.

(Redaktion)