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IT / Kommunikation | Di, 05.07.2011 14:51

IT-Studie: Handel zeigt große Investitionsbereitschaft in ERP, CRM und DMS

Mit der konjunkturellen Aufhellung steigt die Investitionsbereitschaft des Handels für Software-Komponenten. Dies zeigt die Studie „IT im Mittelstand 2011“ von RAAD Research zu aktuellen und zukünftigen IT-Ausgaben mittelständischer Groß- und Einzelhändler.

Nur 13 Prozent der Groß- und Einzelhändler erhalten aus ihrer IT-Landschaft alle Informationen zur Erstellung von Reports ohne manuellen Aufwand. (Quelle: RAAD Research; Grafik: Sage Software 2011)

Nur 13 Prozent der Groß- und Einzelhändler erhalten aus ihrer IT-Landschaft alle Informationen zur Erstellung von Reports ohne manuellen Aufwand. (Quelle: RAAD Research; Grafik: Sage Software 2011)


Ein Ergebnis: 82 Prozent der Unternehmen erachten die Harmonisierung ihrer IT-Landschaft als wichtig bis sehr wichtig. Hiermit ist vor allem die Ablösung von Insellösungen gemeint, um eine bessere Integration und damit Durchlässigkeit zu erreichen. 13 Prozent der Befragten planen daher innerhalb der kommenden zwei Jahre die Konsolidierung ihrer Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme. „Indem aus vielen Prozessen oder Systemen ein Standard entwickelt wird, reduzieren Unternehmen zum einen den Wartungsaufwand. Zum anderen lassen sich mit der Konsolidierung die IT-Systeme einfacher an geänderte Geschäftsprozesse anpassen“, erläutert Franz Bruckmaier, Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand von Sage Software. Gelingt es Unternehmen, Fachbereichsanforderungen und IT-Leistungsfähigkeit zu synchronisieren, lässt sich zudem ein deutlicher Wettbewerbsvorteil erzielen, so Bruckmaier weiter.

Für ein agiles Marktverhalten bedarf es jedoch mehr als nur schneller Anpassbarkeit und Verabschiedung von Insellösungen. Mitarbeiter müssen schnell und effizient an die relevanten Informationen kommen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Hier zeigt sich, dass noch längst nicht alle Unternehmen ohne Aufwand die notwendigen Zahlen aus den bestehenden Software-Systemen erhalten. Über zwei Drittel der Befragten gaben an, dass die Erstellung von Reports mit mittlerer bis hoher manueller Anstrengung verbunden ist. 12 Prozent können die benötigten Informationen gar nicht aus den IT-Systemen herausfiltern. „Diese Unternehmen arbeiten nicht nur ineffizient, sondern sie haben dadurch auch ein Wissens- und Informationsdefizit“, erklärt Bruckmaier. Die Studie zeigt jedoch, dass jedes zehnte Unternehmen dieses Manko beheben und in Business-Intelligence-Werkzeuge neu investieren möchte.

Noch stärker ist die Kaufbereitschaft bei der Dokumentenarchivierung (DMS). Jeder fünfte Befragte plant Neuinvestitionen und weitere drei Prozent wollen die aktuelle Software ablösen oder erweitern. Grund hierfür ist neben den gesetzlichen Pflichten hinsichtlich der Aufbewahrung von Dokumenten vor allem auch der Wunsch nach Effizienzgewinnen durch den Einsatz von besserer Dokumentenverarbeitung. Obwohl im Groß- und insbesondere im Einzelhandel Kundenpflege das A und O des Geschäftserfolgs ist, verfügen bisher 31 Prozent der Befragten über kein professionelles Kundenbeziehungsmanagement (CRM). Sieben Prozent planen jedoch Neuinvestitionen und weitere zwei Prozent wollen die bisherige Lösung erweitern oder ersetzen.

Für die Studie „IT im Mittelstand 2011“ befragte RAAD Research, beauftragt vom Software-Anbieter Sage, knapp 150 Finanz- und IT-Leiter der Branche.

(Redaktion)