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Wirtschaft | Di, 14.10.2008 11:14

IW-Beschäftigungsumfrage: Firmen suchen Fachkräfte

Besonders Ingenieure werden gesucht / Unternehmen setzen auf Aus- und Weiterbildung um Engpässe zu vermeiden

Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, und Dirk Werner, Autor des Aufsatzes zur IW-Beschäftigungsumfrage (Foto: IW Köln)

Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, und Dirk Werner, Autor des Aufsatzes zur IW-Beschäftigungsumfrage (Foto: IW Köln)


Fachkräfte bleiben in Deutschland auf der Sonnenseite des Arbeitsmarktes. Dies geht aus der aktuellen Beschäftigungsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor. Danach wollen 36 Prozent der Unternehmen bis Ende 2009 mehr Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung einstellen und nur 6 Prozent entsprechende Stellen abbauen. Bei den Akademikern liegt der Saldo mit 32 zu 5 Prozent kaum niedriger. Der steigende Bedarf an Höherqualifizierten betrifft vor allem Personen mit MINT-Abschlüssen – also Fachkräfte und Akademiker der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Knapp 38 Prozent der vom IW Köln befragten Betriebe klagen über einen spürbaren Personalmangel im MINT-Bereich. Ganz oben auf der Suchliste stehen dabei Ingenieure der Fachrichtungen Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeugtechnik.

Um die negativen Auswirkungen der Engpässe zu verringern, setzen die betroffenen Betriebe verstärkt auf Aus- und Weiterbildung. So fördern z.B. rund sechs von zehn Firmen jene Mitarbeiter, die sich zum Techniker oder Meister fortbilden lassen, durch Freistellungen oder finanzielle Hilfen. Knapp jeder zweite Betrieb bietet spezifische Weiterbildungsprogramme für MINT-Kräfte an, und gut 40 Prozent kooperieren mit Schulen, um schon den Nachwuchs für den MINT-Bereich zu interessieren.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Anmerkung der Redaktion: Im Anhang finden Sie das Statement von Prof. Hüther, Direktor des IW Köln, zu Beschäftigung und Ausbildung 2008, sowie einen Link zum Artikel von Dirk Werner in IW-Trends 04/2008.