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Wirtschaft | Di, 03.05.2011 11:15

Jeder Dritte ist unzufrieden mit seinem Arbeitsplatz

Deutschland hat momentan so wenig Arbeitslose wie seit 20 Jahren nicht mehr. Aber nicht jede Arbeitsstelle macht anscheinend glücklich. Eine Studie von Kelly Services zeigt auf, dass rund ein Drittel der 2.200 Befragten mit ihren Arbeitsbedingungen nicht zufrieden sind.


Die größten Missstände werden bei den langen Arbeitszeiten (32 Prozent), gefolgt von der Belastung bedingt durch die Vielfalt der Jobanforderungen (17 Prozent) gesehen. Bei inzwischen 16 Prozent der Befragten liegt die Unzufriedenheit darin begründet, dass sie aufgrund des Arbeitsplatzes nicht zu hause leben können. Ungewöhnliche Arbeitszeiten sowie ständige Geschäftsreisen tragen ebenfalls zu der Unzufriedenheit der deutschen Arbeitnehmer bei.

Ralf Heiden, Geschäftsführer von Kelly Services GmbH, findet die Zahlen beunruhigend: "Wer unzufrieden ist mit seinem Job, ist auch unmotivierter und bringt sich folglich weniger ein. Dadurch wird auch die Arbeitsleistung beeinträchtigt. Diejenigen, die sehr unzufrieden sind, haben innerlich vielleicht schon gekündigt."

Dass der Sprung von der inneren Kündigung bis zum tatsächlichen Kündigungswunsch nicht mehr ganz so groß ist, belegen weitere Zahlen der Studie. So kann sich rund die Hälfte der unzufriedenen Angestellten nicht vorstellen, noch länger als ein Jahr unter den Bedingungen zu arbeiten.

(Redaktion)