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Wirtschaft | Fr, 20.08.2010 09:33

Jeder vierte Arbeitnehmer in Baden-Württemberg mindestens 50 Jahre alt

Zum Jahresende 2009 waren 25 Prozent oder jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Baden-Württemberg 50 Jahre und älter. Wie das Statistische Landesamt nach Auswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit feststellt, erhöhte sich dieser Anteil binnen zehn Jahren um 6 Prozentpunkte. Insgesamt waren 2009 von den rund 3,86 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten knapp 980 000 im Alter zwischen 50 und 65 Jahren.


In den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs reichte die Spannweite der älteren Arbeitnehmer von 23 Prozent im Landkreis Heilbronn bis zu 28 Prozent im Stadtkreis Pforzheim und dem Neckar-Odenwald-Kreis. Gegenüber 1999 nahm der Anteil älterer Arbeitnehmer in allen Stadt- und Landkreisen zu. Der Alterungsprozess der Belegschaften vollzog sich jedoch in den Kreisen recht unterschiedlich.

Im Neckar-Odenwald-Kreis erhöhte sich der Anteil der älteren Arbeitnehmer zwischen 1999 und 2009 um zehn Prozentpunkte von 18 auf 28 Prozent, so stark wie in keinem anderen Kreis. Auch in den Landkreisen Rastatt, Ortenaukreis, Emmendingen und Main-Tauber-Kreis nahmen die Anteile der 50- bis unter 65-jährigen Beschäftigten um jeweils rund 9 Prozentpunkte kräftig zu, so dass diese Kreise gemessen am Landesdurchschnitt inzwischen überdurchschnittlich hohe Anteile älterer Arbeitnehmer aufweisen.

Umgekehrt hatten beispielsweise der Stadtkreis Stuttgart und die Landkreise Ludwigsburg und Esslingen im Jahr 1999 mit Anteilen von jeweils 21 Prozent noch überdurchschnittlich viele ältere Arbeitnehmer (Landesdurchschnitt 1999: 19 Prozent), zehn Jahre später lagen diese Quoten mit 24 bis 25 Prozent jedoch unterhalb des Landeswertes. Der Stadtkreis Pforzheim war in den Jahren 1999 und 2009 mit Anteilen von 22 und 28 Prozent der Kreis mit den landesweit meisten älteren Arbeitnehmern. Vergleichsweise junge Belegschaften gibt es dagegen im Landkreis Heilbronn und im Hohenlohekreis. In beiden Kreisen blieben die Anteile der Älteren unter den Beschäftigten auch im Jahr 2009 mit 23 bzw. 24 Prozent spürbar unter dem Landesdurchschnitt.

Im bundesweiten Vergleich weist Baden-Württemberg eine leicht unterdurchschnittliche Quote älterer Arbeitnehmer auf. Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen hatten einen Anteil von 25 Prozent und lagen damit allesamt unter dem Bundesdurchschnitt von 26 Prozent. Mit 23 Prozent hatte Hamburg den geringsten Anteil an Arbeitnehmern im Alter von mindestens 50 Jahren und das Saarland unter den westdeutschen Bundesländern mit 27 Prozent den höchsten Anteil. In den fünf Flächenländern Ostdeutschlands sind die Belegschaften insgesamt spürbar älter. In Sachsen und Brandenburg lag die Quote der Arbeitnehmer mit mindestens 50 Jahren bei 29 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern waren es 30 Prozent und in Sachsen-Anhalt sogar 31 Prozent. In der Gesamtbilanz waren in Westdeutschland 25 Prozent der Arbeitnehmer 50 Jahre und älter, in Ostdeutschland einschließlich Berlin lag der Anteil bei 29 Prozent.

(Redaktion/Stat. LA)