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Vermischtes | Di, 26.04.2011 08:35

Jeder vierte Baden-Württemberger mit Migrationshintergrund

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus lebten in Baden-Württemberg im Jahr 2009 rund 2,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Dies entspricht einem Anteil von 26,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Im Bundesdurchschnitt liegt der Migrantenanteil bei 19,2 Prozent. Nur in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen gibt es mit 27 Prozent bzw. 26,3 Prozent höhere Migrantenanteile als in Baden-Württemberg. Das teilte das Statistische Landesamt mit.


Im Jahr 2005 lebten in Baden-Württemberg rund 2,6 Millionen Personen mit Migrationshintergrund. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung in Baden-Württemberg ist damit leicht von 24,6 auf 26,2 Prozent im Jahr 2009 gestiegen.

Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Baden-Württemberg 2009 zählen gut 1,5 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund (14,4 Prozent) und knapp 1,3 Millionen Ausländer (11,8 Prozent). Unter den Deutschen mit Migrationshintergrund befinden sich 631.000 Spätaussiedler, 369.000 Eingebürgerte und 547.000 Personen, die bereits in Deutschland als Deutsche geboren wurden, deren Migrationshintergrund sich aber aus der Herkunft der Eltern ableitet.

Knapp zwei Drittel der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind selbst zugewandert, das heißt, 1,8 Millionen Menschen sind so genannte „Personen mit eigener Migrationserfahrung“. Dagegen sind rund 974.000 Personen (34,6 Prozent) mit Migrationshintergrund in Deutschland geboren und haben diesen von ihren Eltern „geerbt“.

Der Migrantenanteil in den Regionen Baden-Württembergs weist eine relativ große Spannbreite auf. So finden sich die höchsten Anteile in den Regionen mit größeren Ballungszentren. In der Region Stuttgart hat jede dritte Person einen Migrationshintergrund, in den Regionen Rhein-Neckar, Nordschwarzwald und Neckar-Alb gut jede Vierte. Außerdem gibt es in den Regionen Schwarzwald-Baar-Heuberg (26,9 Prozent) sowie Ostwürttemberg (25,4 Prozent) hohe Migrantenanteile. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund ist in den Regionen Südlicher Oberrhein (19,4 Prozent), Donau-Iller (21,1 Prozent) und Bodensee-Oberschwaben (21,4 Prozent) am geringsten.

Knapp 430.000 Personen mit Migrationshintergrund sind türkischer Herkunft (18,4 Prozent), rund 400.000 Personen sind Zuwanderer bzw. deren Nachkommen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion (17,1 Prozent) und knapp 330.000 aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien (14,1 Prozent). Gut 240.000 Personen sind italienischer Abstammung (10,4 Prozent), jeweils rund 140.000 Personen polnischer bzw. rumänischer Herkunft (jeweils 5,9 Prozent) und rund 90.000 haben griechische Wurzeln (3,8 Prozent).

Unter den Zuwanderern und deren Nachkommen von anderen Kontinenten sind circa 275.000 Personen aus Asien, Australien und Ozeanien (11,8 Prozent), rund 70.000 aus Amerika (3 Prozent) aber nur 50.000 aus Afrika (2,2 Prozent).

(Redaktion)