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Wirtschaft | Di, 19.07.2011 10:25

Jobsuchende wünschen sich mehr Transparenz beim Gehalt

"Unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen" - Damit wird in Stellenanzeigen häufig zunächst der Bewerber gefordert seine Vorstellung preiszugeben. Für den Kandidaten ist das oft gar nicht einfach. Einerseits will er sich mit dem neuen Arbeitsplatz finanziell verbessern, andererseits möchte er nicht zu hoch pokern. Die Mehrzahl der Arbeitsuchenden wünscht sich deshalb eine Gehaltsangabe in der Stellenanzeige. Das ergab eine Nutzer-Umfrage des deutschen Karriereportals Monster.

91 Prozent der Befragten sind dafür, dass Arbeitgeber das Gehalt in der Stellenanzeige veröffentlichen. (Foto: © Siegfried Fries  / pixelio.de)

91 Prozent der Befragten sind dafür, dass Arbeitgeber das Gehalt in der Stellenanzeige veröffentlichen. (Foto: © Siegfried Fries / pixelio.de)


Demnach sagen 91 Prozent der befragten Deutschen, dass die Angabe des Gehalts in der Stellenbeschreibung die Gehaltsverhandlung für sie erleichtern würde. Nur neun Prozent sind der Meinung, dass das Gehalt nicht öffentlich genannt werden sollte.

Gerade für Berufseinsteiger kann das Thema Gehalt im Bewerbungsgespräch eine Hürde sein. In der Regel hat der Arbeitgeber eine sehr genaue Vorstellung, wie hoch seine Positionen vergütet werden. Die Frage nach der Gehaltsvorstellung dient auch dazu, die Selbsteinschätzung des Bewerbers zu überprüfen.

"Bewerber sollten sich gut informieren, bevor sie in ihrer Bewerbung eine Gehaltsvorstellung angeben oder im Gespräch in Gehaltsverhandlungen treten", sagt Karriereexpertin Svenja Hofert. "Um einen ersten Überblick zu bekommen, kann man sich Tarifverträge und Gehaltstabellen ansehen. Aber auch Gespräche mit Freunden und Bekannten in der gleichen Branche können bei der Einschätzung helfen."

Ein Blick ins Nachbarland zeigt, dass es auch anders geht. In Österreich beispielsweise muss seit März dieses Jahres in Stellenanzeigen auch ein Gehalt angegeben werden. Bisher setzen noch nicht alle Unternehmen diese gesetzliche Regelung um, doch ab Januar 2012 drohen Geldstrafen, wenn eine Gehaltsangabe in der Stellenausschreibung fehlt.

(Redaktion)