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Wirtschaft | Mo, 29.08.2011 10:04

Kaufmann/-frau im Einzelhandel 2010 häufigster Ausbildungsberuf in Deutschland

Im Jahr 2010 haben insgesamt 559.032 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Dies waren 0,4 % weniger als im Vorjahr. Der Beruf Kaufmann/-frau im Einzelhandel belegte mit 33.345 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen erneut den Spitzenplatz. Es folgten Verkäufer/in, Bürokaufmann/-frau, Kraftfahrzeugmechatroniker/in sowie Industriekaufmann/-frau. Diese Berufe bilden bereits seit sechs Jahren die Spitzengruppe. Rund ein Drittel der neu abgeschlossenen Verträge konzentrierte sich auf die zehn häufigsten Ausbildungsberufe in Deutschland. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit.


Zwischen männlichen und weiblichen Jugendlichen gibt es Unterschiede bei der Berufswahl. Bei den Neuabschlüssen von weiblichen Jugendlichen liegt der Beruf Kauffrau im Einzelhandel auf Rang eins. 8 % der weiblichen Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Vertrag begannen im Jahr 2010 eine Ausbildung in diesem Beruf. Die männlichen Jugendlichen wählten am häufigsten den Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker. 5,6 % ergriffen diesen Beruf. Knapp ein Drittel der weiblichen Jugendlichen mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag konzentrierte sich auf die fünf am stärksten besetzten Ausbildungsberufe. Bei den männlichen Auszubildenden fällt dieser Anteil mit 20,5 % geringer aus.

Auch die schulische Vorbildung beeinflusst die Berufswahl. Von den Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung konzentrierten sich die meisten auf Berufe in Industrie, Handel und Bankenwesen. Die häufigsten Berufe dieser Personengruppen waren Industriekaufmann/-frau, Bankkaufmann/-frau und Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel. Jugendliche mit Realschul- oder einem vergleichbaren Abschluss ergriffen am häufigsten eine Ausbildung in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Bürokaufmann/-frau und Kraftfahrzeugmechatroniker/-in. Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss schlossen am häufigsten einen Ausbildungsvertrag in den Berufen Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel und Friseurin ab. Auch bei Jugendlichen, die eine duale Ausbildung antreten ohne einen Hauptschulabschluss zu besitzen, rangierte der Beruf Verkäufer/in auf Platz eins, gefolgt von Hauswirtschaftshelfer/in und Maler/in und Lackierer/in.

(Redaktion)