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KMU & Freiberufler | Do, 24.07.2014 10:53

„Kein Unternehmen kann sich heute mehr schlechte Führung leisten“

Von: Daniela A. Ben Said

Unternehmen und Existenzen zu sichern ist die zentrale Aufgabe von Führungskräften. Ohne Klarheit und Konsequenz geht das nicht, weiß Managementtrainerin Daniela A. Ben Said. Sie ist überzeugt: „Nur schwache Chefs schützen dauerhaft schlechte Mitarbeiter.“


Auch wenn Fußballmetaphern in Tagen wie diesen arg strapaziert werden: Gemeinsam arbeiten ist ein bisschen wie gemeinsam Fußball spielen. Es braucht ein gemeinsames Ziel und eine gute Portion Leidenschaft. Jeder muss seine Rolle kennen und sein Bestes einbringen. Ganz grundlegend aber ist eines:  Wer auf dem Spielfeld steht, muss sich an bestimmte Regeln halten und bestimmte Leistungen erbringen. Tun einzelne Spieler dies nicht und gefährden damit (den Erfolg) andere(r), müssen sie Konsequenzen spüren.

Klingt streng?  Ist einfach notwendig!  Nicht um Härte oder Macht geht es dabei, sondern um Konsequenz und Klarheit. Sind wir doch mal ehrlich: Nur schwache Chefs schützen dauerhaft schlechte Mitarbeiter. Die Leistung von Mitarbeitern muss im Fokus stehen, nicht ihre Minderleistung!

Klare Entscheidungen, diskussionsfreie Räume

Die zentrale Aufgabe von Führungskräften ist es, Unternehmen und damit Existenzen zu sichern. Und das ist in Anbetracht der Dynamik auf internationalisierten Märkten heute schon schwer genug. Kein Unternehmen kann sich unter diesen Umständen noch schlechte Führung leisten!

Führungskräfte dürfen nicht mehr nur vage Vorgaben machen, sie müssen klare Entscheidungen treffen. Und wenn es sein muss auch mal unpopuläre. Natürlich sind manchmal Diskussionen notwendig. Doch nicht alles muss ausdiskutiert werden. Gute Führung bedeutet auch diskussionsfreie Räume zu schaffen. 

Ist ein Team gut geführt, sind auch die Regeln klar und die Rollen gut verteilt. Ob Analytiker, Macher oder Teamplayer: Nur wenn der Chef die unterschiedlichen Teamtypen und ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen erkennt und die individuellen Stärken nutzt, kann es einen  gemeinsamen Erfolg geben. Für ein konstruktives Miteinander braucht es Strukturen. Beispiel Besprechungskultur:  Soll ein Projektmeeting nicht zu einer Endlosveranstaltung ohne Ergebnis verkommen, braucht es eine klare Vorgehensweise vom „Kick Off“ über die Teamentwicklung bis hin zur Kommunikationsstruktur.

Führung als Imagefaktor

Gute bzw. schlechte Führung wirkt sich aber nicht nur unmittelbar auf die Performance eines Teams und damit auf den Unternehmenserfolg aus. Die Konsequenzen sind noch viel weitreichender. So ist Führung zu einem wesentlichen Imagefaktor für Unternehmen geworden. Gelten Unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung als schlecht oder schwach geführt gelten,  werden sich schwer tun, gut ausgebildete Fachleute und talentierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Und verspielen damit letztlich nicht nur ihre Gegenwart sondern auch ihre Zukunft.

Über die Autorin: Daniela A. Ben Said ist Vortragsrednerin, Unternehmensberaterin und Autorin. 2008 wurde sie mit dem Deutschen Coachingpreis ausgezeichnet. Aufgewachsen ist sie als Tochter einer Deutschen und eines Tunesiers in Deutschland. Sie ist Fachtrainerin für Business & Consulting und seit 2010 mit ihrem Unternehmen Quid agis  in Osnabrück ansässig. Weitere Informationen: www.danielabensaid.com