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Wirtschaft | Mo, 25.03.2013 12:18

Keine weitere Erholung auf dem Ausbildungsmarkt in Baden-Württemberg

Im dualen System in Baden-Württemberg wurden bis zum Stichtag 31. Dezember 2012 fast 77.500 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr waren das 1.500 Neuabschlüsse weniger. Das bedeutet einen Rückgang um 1,9 Prozent. Damit sank in Baden-Württemberg die Zahl der Auszubildenden erstmals seit 2005 unter die 200.000-Marke auf rund 199.000. Das ergeben vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Im Jahr 2011 zeigte sich eine ansatzweise Erholung des Ausbildungsmarktes. Die Zahl der Neuabschlüsse stieg um 4,6 Prozent. Der Rückgang im Jahr 2012 um 1,9 Prozent ist wohl in erster Linie demografisch bedingt. Der größte Ausbildungsbereich Industrie und Handel verzeichnete ein Minus von 1,1 Prozent bei den Neuabschlüssen. Auch der zweitgrößte Bereich, das Handwerk, weist gut 1.000 Ausbildungsverträge weniger auf. Das ist ein Rückgang von 4,8 Prozent. In den Freien Berufen wurden 5.500 Ausbildungsverträge weniger unterzeichnet (-1,1 Prozent).

Eine Steigerung um 7,2 Prozent konnte der Öffentliche Dienst verbuchen. In der Landwirtschaft konnte der negative Trend der letzten vier Jahre gestoppt werden. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 3,5 Prozent gestiegen.

Die Verteilung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nach den Geschlechtern verhält sich 2012 ähnlich dem Vorjahr. 58,6 Prozent der 77.500 Ausbildungsverträge wurden von männlichen Jugendlichen neu abgeschlossen. Bei den weiblichen Jugendlichen waren es mit 32.000 Neuabschlüssen 41,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr liegt der Rückgang bei den männlichen Jugendlichen mit 2,0 Prozent geringfügig höher als bei den weiblichen Jugendlichen mit 1,7 Prozent.

(Redaktion)